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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Jever

Zickzackbunker soll zum Kriegs-Mahnmal werden

06.07.2019

Jever Die Grüne-Fraktion in Jevers Stadtrat hat beantragt, den Bunker an der Blumenstraße als „steinernes Zeugnis des Zweiten Weltkriegs“ freizulegen. Das könne im Rahmen der Umgestaltung der Wallanlagen geschehen.

„Der Bunker auf dem Platz an der Blumenstraße ist die letzte steinerne Erinnerung an den Weltkrieg in Jever. Er kann nicht gesprengt werden. Insofern bietet es sich jetzt an, diesen Bunker soweit freizulegen, dass daraus ein Denkmal bzw. Mahnmal entstehen kann“, regen Beate Berghaus, Almuth Thomßen und Olaf Harjes an.

Allerdings war der Bunker schon immer mit Erde überdeckt: Nach seiner Fertigstellung wurde Boden darübergehäuft – die Wiese sollte dafür sorgen, dass die Bunkeranlage aus der Luft unsichtbar ist.

Bei dem Bunker handelt es sich nach Angaben der Gruppe „Luftschutzbunker Wilhelmshaven“ um einen so genannten betonierten Deckungsgraben in Zickzackform, er soll noch vor dem Krieg gebaut worden sein und hatte zwei Eingänge. Die Gruppe dokumentiert Bunkeranlagen der Festung Wilhelmshavens und des Jeverlands sowie der Inseln.

Der Zickzackbunker war als „nicht bombensicher“ kategorisiert. Nach dem Krieg war er zugeschüttet worden, die Lüftungs- und Ofenschornsteine wurden entfernt. Der Flankenschutz der Eingangsbereiche ist teilweise noch vorhanden. Jevers früherer Stadtkämmerer Klaus Andersen erinnert sich daran, dass in den 1960/70er Jahren erwogen wurde, einen Teil des Bunkers abzutragen. Auf der Fläche sollte ein Parkplatz gebaut werden. Doch dieses Vorhaben scheiterte an den Kosten: „Beim Bau dieses Bunkers wurde noch viel Eisen und für den Beton viel Zement verwendet – ein einfacher Abriss mit dem Bagger war nicht möglich“, so Andersen. Anders sei das beim Bunker an der Lohne gewesen – der konnte problemlos und einfach abgetragen werden.

Angesichts der hohen Kosten wurde der Teilabriss an der Blumenstraße verworfen. Zur Sicherung des Objekts wurde der Eingang zugemauert. Heute steht der Bunker teilweise unter Wasser.


Mehr Infos unter   www.luftschutzbunker-wilhelmshaven.de/umkreis/jever.html 
Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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