Jever - Jever hat viele schöne Orte – Orte, die bestaunt und an denen etwas gelernt werden kann. Aber an denen auch musiziert werden kann. Das hat die Reihe der Stadt „Grünes Licht für Jever 1.0“ gezeigt.

In der Coronakrise ist vieles nicht möglich, das noch zuvor so selbstverständlich war – wie kulturelle Veranstaltungen. Um trotzdem der Bevölkerung etwas zu bieten, und um die schönen Orte und Sehenswürdigkeiten Jevers zu präsentieren, ist die Konzertreihe im Internet entstanden. Verschiedene Musiker haben an besonderen Orten gespielt – auf der Galerie der Schlachtmühle, in der Stadtkirche, im Schloss, im Feuerwehrmuseum. Die letzte Folge wird am Donnerstag veröffentlicht, zu sehen ist Tom Thomssen aus Jever im Brauereimuseum.

Nicht nur für die Zuschauer sind diese Konzerte außergewöhnlich – auch für die Musiker selbst. Zwischen alten Fässern und Bierflaschen ist Tom Thomssen im aktuellen Video zu sehen, das heute von der Stadt hochgeladen wird.

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„Für mich war es jetzt während der Coronazeit nach langer Auszeit sehr erfreulich, alte und neue Songs in einer besonderen Kulisse wie dem Brauereimuseum präsentieren zu dürfen“, berichtet der 27-Jährige auf Nachfrage. „Gerade auch, weil ich Jever als meinen Standort als Musiker in ganz Deutschland repräsentieren möchte.“ Der Dreh sei sehr professionell abgelaufen, sagt er. „Wir hatten nach drei Stunden alles im Kasten. Es hat alles harmoniert und war von vorn bis hinten stimmig.“

Die Songs habe er gemeinsam mit Maike Theesfeld, Mitorganisatorin von der Tourist-Information der Stadt, ausgewählt. „Mir war wichtig, dass wir einen bunten Mix aus deutschen und englischen Songs haben.“ Besonders freute sich der Musiker darüber, dass er auch einen Song von seinem neuen Album spielen durfte.

Auch für Oliver Jüchems aus Norden, der in der vergangenen Woche im Feuerwehrmuseum gespielt hat, war das Konzert ein ganz besonderes. „Das war sehr eindrücklich, mit wie viel Liebe zum Detail da Geschichte zum Anfassen zusammengetragen wurde“, sagt er auf Nachfrage. „Aus sämtlichen Epochen spiegelt sich der jeweilige Zeitgeist in den Exponaten und wird direkt erlebbar.“ Grundsätzlich sei das Feuerwehrmuseum, genau wie all die anderen schönen Orte der Stadt Jever, immer einen Besuch wert, meint Oliver Jüchems – und das bestimmt nicht nur, um dort zu musizieren.