Moorwarfen - Für den diesjährigen Neujahrsempfang in Moorwarfen war die Dorfgemeinschaft zuständig und die Gäste, die sich am Samstag im „Boßelhus“ drängten, wurden von echten Glücksbringern begrüßt: den Schornsteinfegern Torsten Kanther und Philipp Böttcher.
Für die musikalische Umrahmung sorgte wie in den Vorjahren der Shantychor Moorwarfen. Dorfgemeinschaftssprecherin Helga Mayerhofer freute sich über zahlreiche Ehrengäste, unter ihnen außer etlichen Ratsmitgliedern auch der Niedersächsische Umweltminister Olaf Lies sowie der einstige Mitbegründer der Neujahrsempfänge im Jahr 1994, Hans-Georg Peters.
So viel Anerkennung tue gut, denn als „Vorort von Jever“ müsse man sich ja irgendwie behaupten. Dazu hätten 2019 auch wieder etliche Veranstaltungen beigetragen, allen voran das Dorffest, das zur tollen Landpartie geworden sei mit Hunderten von Besuchern. Aber auch der Weihnachtsmarkt mit wetterfesten Zelten sei ein Riesenerfolg gewesen. Bevor sie dann Schriftführer Erhard Bruns das Mikrofon für die Vorschau auf 2020 übergab, appellierte sie noch an die Gäste zum Mitmachen: „Wir sind kein geschlossener Verein!“
Bruns kündigte die Jahreshauptversammlung am 22. März als offenen „Moorwarfer Frühlingstreff“ an. Aber auch die Vorstandssitzungen an jedem ersten Montag im Monat um 19 Uhr werde man künftig offen abhalten. Mit einem großen Fest will das kleine Moorwarfen am 29. Juni den bundesweiten „Tag der Nachbarschaft“ begehen und im Oktober will man erstmals ein Weinfest anbieten.
Anschließend wurde Peter Kohlrenken vom gastgebenden Boßelverein „Lat em loopen“ zum Dank für seine allgemeine Öffentlichkeitsarbeit ein Präsentkorb überreicht.
Er verwies dann nicht nur mit Stolz auf zahlreiche Erfolge des Vereins im letzten Jahr, sondern lud auch zu dessen 100. Geburtstag ein, der am 1. Februar mit einem Kommersabend und am 23./24. Mai mit einem Zeltfest begangen werden soll.
Jevers Bürgermeister Jan Edo Albers war in seinem Grußwort wieder voll des Lobes für das hervorragende Engagement der Bürger des Ortes. Als konkrete Maßnahme für Moorwarfen kündigte er die Umwandlung der Bushaltestelle vor dem Old Schoolhus für die barrierefreie Nutzung an. Und er hob angesichts des hervorragenden Miteinanders hervor: „Dieses Dorf hat Perspektive.“
