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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Jever

Empfang: Neue Perspektiven für Jever

06.01.2014

Jever Kurze und prägnante Reden und viel Zeit für Gespräche: Das Theater am Dannhalm war zum Neujahrsempfang 2014 – dem ersten mit Jan Edo Albers als Bürgermeister – fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Ebenfalls neu im Programm: Ein geistliches Wort, das hat sich Albers von den Wangerländer Neujahrsempfängen abgeschaut.

Pastor Rüdiger Möllenberg sorgte zunächst für atemloses Schweigen mit seinen deutlichen Worten zur Zukunft der Stadt: „Der Stadthaushalt muss ausgeglichen sein, die öffentlichen Schulden müssen verringert werden, die Arroganz der Behörden muss gemäßigt und kontrolliert werden, die Zahlungen an fremde Einrichtungen müssen reduziert werden, wenn unsere Stadt nicht bankrott gehen will. Und die Menschen müssen wieder lernen, zu arbeiten, anstatt sich auf die Hilfe der Stadt zu verlassen.“

Diese deutlichen Worte sprach Marcus Tullius Cicero (106 bis 43 vor Christus), Anwalt und römischer Politiker, im Jahr 55 vor Christus vor dem Senat. „Dass die Stadt mit ihren Mitteln haushalten muss, ist nichts Neues, auch, dass der Bürger von der Stadt nicht erwarten kann, alles zu regeln“, sagte Möllenberg. Er betonte jedoch, dass Politik mehr sei, als zu haushalten: „Politik muss gestalten!“ Da passe das Wort des Propheten Jeremia „Suchet der Stadt bestes und betet für sie“: „Wenn es der Stadt gut geht, geht es auch uns gut“, übersetzte Möllenberg.

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Er wünschte sich auch für die Zukunft eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kirchengemeinden und mahnte: „Bitte betreiben Sie keine Kirchturmpolitik“ – um sich dann doch zu wünschen, dass sich Jever mit Blick auf den sanierungsbedürftigen Glockenturm der Stadtkirche ruhig ein bisschen Kirchturmpolitik leisten möge. Damit hatte Möllenberg die Lacher auf seiner Seite.

Auch der Bürgermeister erntete bei seinem Jahresrück- und Ausblick aufmerksames und gespanntes Schweigen. Mit der Umstrukturierung der Stadtverwaltung für mehr Bürgerfreundlichkeit und der Neuorganisation des Stadt-, Tourismus- und Kulturmarketings und der angekündigten neuen Gesprächskultur, bei der alle Beteiligten an einen Tisch kommen sollen, stehen der Stadt Jever einige Veränderungen bevor.

Bravo-Rufe und Applaus ertönten, als Albers ankündigte, dass der Minikreisel an der Mühlenstraße im Rahmen der Ausweisung eines Neubaugebiets im Bereich Südergast/Friesenweg auf den Prüfstand gestellt werden soll: Seit dem Bau des Minikreisels gibt es Forderungen, den kleinen Kreisverkehr wieder zurückzubauen, da es dort tagtäglich zu Beinahe-Unfällen kommt. Das war von der Stadtspitze bisher stets abgelehnt worden.

Albers kündigte zudem an, dass es in den Bereichen Tourismus und Baubetriebshof zu mehr Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen kommen soll.

Bewährt hat sich die Organisation des Neujahrsempfangs durch Norbert Hadwiger. Der hatte zwar angekündigt, nach dem Empfang 2014 aufhören zu wollen, doch Albers hatte gespürt, dass er „wackelt“. Mit Blumen und einem Präsent sowie dem Applaus der Jeveraner wurde daraus dann die Zustimmung Hadwigers, „2015 können wir noch einmal einen Neujahrsempfang organisieren...“.

Hadwiger dankte den Partnern und Sponsoren des Neujahrstreffens: Mehrere jeversche Firmen sorgen für Speis, Trank und Blumenschmuck, die Frauen des Ladies’ Circle übernehmen den Service, der Spielmannszug sorgte für Musik und Jevers und Sandes Ausrufer, der Sander Koyer und die Nachtwächter sorgten für Erheiterung und einen geregelten Ablauf. Der Erlös des Getränkeverkaufs geht diesmal an die Freiwillige Feuerwehr Jever zur Unterstützung der Jugend- und Kinderarbeit.

Als besondere Gäste hatte Albers zu Beginn des Abends den Bundestagsabgeordneten Hans-Werner Kammer (CDU), Wirtschaftsminister Olaf Lies und Landrat Sven Ambrosy sowie als Vertreter der Nachbarkommunen Wangerlands Bürgermeister Harald Hinrichs, Wangerooges Bürgermeister Holger Kohls und Zerbsts Bürgermeister Andreas Dittmann, außerdem Anja Müller (Schortens) und Ulrike Schlieper (Sande) begrüßt. Jevers Alt-Bürgermeister Margot Lorentzen und Siegfried Harms, Oberst Hans Peter Dorfmüller vom Objektschutzregiment in Upjever, Jevers Ehrenbürger Dr. Fritz Blume und die jeverschen Ratsmitglieder nannte Albers ebenfalls.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/friesland 
Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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