Jever - Es sind schwierige Zeiten für Stiftungen: In Zeiten extrem niedriger Zinsen haben sie es schwer, ausreichend Erträge zu erwirtschaften, um ihren Stiftungszweck zu erfüllen. Auch die Stiftung Schloss Jever macht sich angesichts Zinssätzen von 0,15 Prozent auf ihr Stiftungskapital von knapp über 100 000 Euro Gedanken, wie sie dennoch das Schlossmuseum Jever mit ausreichend Geldmitteln für Projekte und Anschaffungen unterstützen kann.
„Wir werden ab kommendem Jahr vermehrt in Anlagen investieren und zugleich gezielter Spenden einwerben“, berichtete Stiftungsvorsitzender Hermann Neunaber jetzt beim Stiftertreffen im Schloss: „Es gilt, die Daumen zu drücken, dass dieser Weg Früchte trägt.“
Die Stiftung Schloss Jever wurde 2009 als gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts gegründet. Sie geht auf eine private Initiative von Freunden des Schlosses zurück, die das Schloss bei seinen vielfältigen denkmalpflegerischen und musealen Aufgaben unterstützen wollen. Das Stiftungskapital von einst 60 000 Euro ist Dank Zustiftungen seitdem auf über 100 000 Euro gewachsen. Ans Schloss flossen seit 2009 insgesamt 7500 Euro, dieses Jahr sind es 6000 Euro – Dank einer zusätzlichen Spende von 5000 Euro. „Viele kleine Beiträge bringen viel“, betonte Neunaber: Weitere Zustifter und Spender sind jederzeit hochwillkommen.
Zu den regelmäßigen Unterstützern des Schlosses gehört auch Rüdiger Babatz, der den Erlös des Brillenbrunnenfests ans Schloss spendet – mehr als 20 000 Euro sind das mittlerweile. Und die Bäckerei Ulfers-Eden gehört ebenfalls zu den treuen Unterstützern: Auch in diesem Jahr wurde Schlossstollen gebacken, aus dessen Verkauf eine Spende für die Arbeit des Schlossmuseums fließt – knapp 5500 Euro kamen in den vergangenen Jahren zusammen. Aus dem Stollenverkauf 2015 überreichte Britta Ulfers nun 527 Euro.
