Jever - Die ev. Gemeinde Jever hat mit einer Stiftung Weichen für eine verlässliche Finanzierung der Gemeindearbeit gestellt. Die Synode der Landeskirche Oldenburg unterstützt die Stiftung mit einer Zustiftung von 30 000 Euro ins Stammkapital. Am Donnerstag überreichten die Synodale Birgit Osterloh, Oberkirchenrat Wolfram Friedrichs und Wolfgang Wagner von der Finanzverwaltung der Landeskirche in Jever einen symbolischen Scheck an Verena Voß, Jan Edo Albers, Karl-Heinz Peters und Pastor Rüdiger Möllenberg vom Stiftungsvorstand.
Ertrag aus Stromverkauf
Den Grundstock der „Cyriakus-Stiftung zu Jever“, die im Dezember 2011 gegründet wurde, bildet eine Erbschaft von 150 000 Euro der 2010 verstorbenen Frieda Kastner. Davon wurde bereits eine Fotovoltaik-Anlage auf dem Gemeindezentrum an der Zerbster Straße finanziert. Das übrige Geld wurde fest angelegt.
Aus den Zinserträgen wie auch aus den Erträgen der Fotovoltaik-Anlage sollen ab 2013 Projekte in der Gemeinde finanziell unterstützt werden, aber auch schnelle Hilfe für in Not geratene Gemeindemitglieder geleistet werden können.
Wie Birgit Osterloh berichtete, hat die Landeskirche 2010 einen Stiftungsfonds mit 300 000 Euro zur Zustiftung an Gemeinde-Stiftungen gegründet. Pro drei Euro Stiftungskapital gibt die Landeskirche einen Euro dazu. Jever erhalte mit 30 000 Euro die Höchstsumme. 155 000 Euro aus dem Stiftungsfonds sind noch zu vergeben – „die Gemeinden müssen langsam auf den Geschmack von Stiftungen kommen“, sagte Osterloh.
Laut Oberkirchenrat Wolfram Friedrichs bieten sich Stiftung an, um dem demografischen Wandel, von dem auch Kirchengemeinden betroffen sind, vorzubeugen: Mit abnehmenden Zahlen von Steuerzahlern gehen auch die Kirchensteuern zurück, mit denen sich die Gemeinden finanzieren.
Zustiftungen möglich
„Wir sind sehr dankbar, dass die Landeskirche unsere Arbeit mit und für die Menschen vor Ort unterstützt“, sagte Jan Edo Albers. Die ev. Gemeinde Jever hofft, dass sich der Grundstock der Cyriakus-Stiftung noch erhöht: „Zustiftungen sind jederzeit möglich“, betont Rüdiger Möllenberg.
Zum Jahresanfang wird der Stiftungsvorstand entscheiden, wie die erste Zins- und Ertragsausschüttung verwendet wird.
