Schortens - Der Wochenmarkt war Anfang September vom Bürgerhaus-Vorplatz auf den City-Parkplatz verlegt worden, damit an der Menke-/Ecke Rheinstraße die Abrissarbeiten an der ehemaligen Tourist-Info beginnen können. Doch bislang sind die Baumaschinen dort nicht angerollt.
Der Abriss des Hauses ist nötig, weil an der Ecke Menke-/Rheinstraße, wie berichtet, ein Hotel gebaut werden soll. Die aktuelle Situation in der Baubranche hat die ursprünglichen Pläne jedoch deutlich verzögert. Die enormen Preissteigerungen für Baustoffe sowie die Energiekrise zwingen die Bauherren in einigen Bereichen zum Umdenken. Beispielsweise darüber, wie das Hotel mit Energie versorgt werden soll.
Gemeinsame Lösung für Hotel und Bürgerhaus?
Da auch die Sanierung des Bürgerhauses ansteht, kann sich die CDU in Schortens eine gemeinsame Lösung der Energiefrage für Bürgerhaus und Hotel vorstellen. Die Partei will nach Aussage des Fraktionsvorsitzenden Axel Homfeldt ganz neu planen – mit dem Ziel, das Bürgerhaus energieautark aufzustellen.
Bürgermeister Gerhard Böhling kündigte den geplanten Abriss jetzt für Mitte Oktober an. Das habe der zuständige Projektverantwortliche, Fabian Stindt aus Oldenburg, ihm gegenüber angekündigt. Außerdem habe er Böhling den künftigen Betreiber des Hotels genannt – bislang jedoch unter dem Siegel der Verschwiegenheit. „Ich kann aber schon sagen, dass es ein Guter ist“, sagt Böhling.
Müller & Egerer nimmt Fuß vom Gas
Auch an der Oldenburger Straße ist bislang nichts von einer Baustelle zu sehen. Dabei will das Familienunternehmen „Bäckerei und Konditorei Müller & Egerer“ gegenüber vom Bahnhof eine Bäckerei mit Café sowie 18 Wohnungen bauen. In diesem Jahr waren dort bereits Bäume gefällt worden. Ursprünglich war geplant, Anfang September mit den ersten größeren Bauarbeiten zu beginnen. Bislang aber ist davon nichts zu sehen.
Die Planungen für das Projekt seien abgeschlossen, sagt Hilmar Ukena von der Firma „Müller & Egerer“ auf Nachfrage. Doch die Ausschreibungsphase ziehe sich länger hin als ursprünglich gedacht. Aufgrund der aktuellen Situation bewegten sich die Preise weit über den ursprünglich angenommenen Summen. „In der jetzigen Situation haben wir den Fuß etwas vom Gas genommen“, sagt Ukena. Ob der Baustart noch in diesem Jahr liegen werde, könne er derzeit nicht sagen. Das hänge von der Preisentwicklung ab.
