Wilhelmshaven/Friesland - Jede Frau und jeder Mann hat das Recht auf Verhütung – unabhängig von Einkommen, Geschlecht, Herkunft oder Bildungsstand. Doch die Realität zeigt, dass der Zugang zu sicheren Verhütungsmethoden oft am Geldbeutel scheitert.
Die „pro famila“-Beratungsstelle Wilhelmshaven möchte dem entgegenwirken; den Weltverhütungstag an diesem Montag nutzen Leiterin Jana Rabsztyn und ihre Kollegin Polina Lehmann, um über Beratungsangebote zum Thema Verhütung und Familienplanung und über den Verhütungsmittelfonds des Landkreises Friesland zu informieren.
Verhütungsmittelfonds
Nach der aktuellen gesetzlichen Regelung übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für verschreibungspflichtige Verhütungsmittel für Frauen bis zum 22. Lebensjahr; danach müssen sie die Kosten selbst tragen – unabhängig von ihrer finanziellen Situation. Das hat laut „pro familia“ Folgen: Frauen verhüten unregelmäßiger, wechseln zu preiswerteren und weniger zuverlässigen Methoden oder verzichten ganz auf Verhütung – mit dem Risiko, ungewollt schwanger zu werden.
Um diese prekäre Situation zu entschärfen und Frauen mit geringem Einkommen unter die Arme zu greifen, wurden Verhütungsmittelfonds für die Stadt Wilhelmshaven und den Landkreis Friesland eingerichtet. Jana Rabsztyn: „Frauen, die Sozialleistungen, zum Beispiel BAFöG, Kinderzuschlag, Wohngeld, Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Bundesausbildungsbeihilfe oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, erhalten, können einen Antrag auf Kostenübernahme für verschreibungspflichtige Verhütungsmethoden bei ,pro familia‘ in Wilhelmshaven stellen.“ Wenn sie die Voraussetzungen erfüllten, erhielten sie eine Bescheinigung zur Kostenübernahme für die Praxis oder die Apotheke. Darüber hinaus berät „pro familia“ in der Bismarckstraße 121 bei Fragen zu Verhütung und Familienplanung.
Die Beratungsstelle ist unter
