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Rückblick: Von Box-Begeisterung ist nichts übrig geblieben

21.03.2018

Berlin Man schrieb den 21. März 1993, als um 0.44 Uhr der Hallensprecher in Düsseldorf ins Mikrofon schrie: „Neuer Weltmeister Henry Maske, Deutschland.“ Maske fiel Trainer Manfred Wolke erschöpft in die Arme, die Zuschauer tobten und sprangen von ihren Sitzen. Mit seinem Sieg über den US-Amerikaner Charles Williams löste Henry Maske am Mittwoch vor 25 Jahren in Deutschland einen Box-Boom aus, von dem aber nicht mehr viel zu spüren ist.

Maske wurde in dieser Nacht zum deutschen Superstar. Der US-Amerikaner „Prince“ Charles Williams galt als harter Hund, hatte fünf Jahre nicht verloren. Deutschland bekam in der Nachwendezeit einen neuen Champion aus dem Osten – und der stieg zum großen Medienstar auf.

Schon den ersten WM-Kampf sahen starke fünf Millionen Zuschauer, bei seinen elf Titelverteidigungen saßen später bis zu 18 Millionen Zuschauer vor den Geräten, eine Popularität, die heute unvorstellbar scheint.

Das Profiboxen hat in der Gunst des Publikums stark eingebüßt. Die TV-Quote dümpelt bei Kämpfen mit deutscher Beteiligung im kleinen, einstelligen Millionenbereich umher, die einst so heiße Ware Boxen wandert von einer TV-Station zur nächsten. „Wenn der Großteil, der sich in Deutschland für Boxen interessiert, die Kämpfe nicht mehr schaut, spricht das für sich“, sagt der inzwischen 54-jährige Maske.

Der frühere Champion hat selbst mittlerweile einen „gesunden Abstand“ zum Boxen, auch zum Auftritt von Tyron Zeuge an diesem Samstag. Deutschlands einzig verbliebener Weltmeister verteidigt in Hamburg seinen WM-Titel gegen den Nigerianer Isaac Ekpo. Das erste Duell der beiden Supermittelgewichtler im März vergangenen Jahres, das Zeuge nach Abbruch gewann, verfolgten gerade mal 1,57 Millionen Zuschauer.

Um wieder an den früheren Boom anzuknüpfen, braucht das Profiboxen bekannte Gesichter. „Dafür muss man etwas tun“, weiß Maske, für den jedoch der Sport immer im Mittelpunkt stehen muss. „Das einzige, was letztendlich zählt, ist die Leistung im Ring. Danach bewerten die Zuschauer den Kämpfer“, sagt der langjährige Champion.

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