Oldenburg - Nach intensiver Vorbereitung haben die beiden „Uchi-deshi“ Axel Markner und Alexander Hartmann vom Verein für Traditionellen Budosport (VTB) die Prüfung für die nächste DAN-Graduierung im Karate-Do gemeistert.

In der traditionellen Karate-Ausbildung wird zwischen dem „Uchi-deshi“ und dem „Soto-deshi“ unterschieden. Ersterer ist der innere Schüler, der bei seinem Lehrer lebt und täglich ausgebildet wird. Der „Soto-deshi“ ist der äußere Schüler, der nicht bei seinem Lehrer lebt und dementsprechend weniger intensiv geschult wird.

Vor einer besonderen Kommission des Deutschen Karate Verbandes (DKV), die in Neuss eigens für hohe DAN-Prüfungen zusammentrat, zeigte Markner eine beeindruckende Leistung, vor allem in den Bereichen Kihon (Grundschultechniken) und Kata (Formen). Der Lohn: Markner erhielt den 6. DAN.

Mit den Mitgliedern dieses Gremiums – Fritz Nöpel, Rob Zwartjes (beide 9. DAN), Jamal Measara (8. DAN) und DKV-Vizepräsident Ulrich Heckhuis (7. DAN) – erfolgte des Weiteren ein Prüfungsgespräch zu der von Markner verfassten Ausarbeitung mit dem Thema „Karate-Do der Jukuren“ (Karate für ältere Menschen).

Markner, Diplom-Trainer, Lehrreferent des Karate Verbandes Niedersachsen (KVN) und DKV-Beauftragter Jukuren, hatte sich mit dieser Thematik in seinen Positionen intensiv auseinandergesetzt. In seiner Arbeit legte er das Training verschiedener Techniken aus sportmedizinischer und biomechanischer Sicht im Altersgang überzeugend dar.

Wenige Tage zuvor hatte Alexander Hartmann in Lüneburg seine Prüfung zum 5. DAN Karate-Do abgelegt.

Das Prüfungsgremium bestehend aus Albrecht Pflüger (8. DAN), KVN-Präsident Dieter Mansky (8. DAN) und Wolfgang Hagge (7. DAN, Präsident des Karate Verbandes Schleswig Holstein) war von den gezeigten Leistungen im Kihon, Kata und Kumite (Freikampf) sowie diversen Partnerübungen und der schriftlichen Ausarbeitung (50 Seiten) voll überzeugt.

KVN-Präsident Mansky lobte die hervorragende Leistung von Alexander Hartmann und betonte bei der Urkundenübergabe, dass ihn diese Leistung insbesondere deshalb erfreut, da der VTB-Athlet auch als Funktionär sehr aktiv ist. Im KVN fungiert Hartmann als Schulsportbeauftragter, und im DKV gehört er als Bundesschulsportreferent zum erweiterten Präsidium.