• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region

„Kapitän Meyer“ wieder daheim

10.05.2014

Wilhelmshaven Fast genau 30 Jahre nachdem am 15. Mai 1984 die Segelkameradschaft Klaus Störtebeker die „Kapitän Meyer“ in ihre Obhut übernahm, liegt das Dampfschiff, erster Nachkriegsneubau Deutschlands, nach längerer Reparaturphase wieder an seinem angestammten Liegeplatz am Bontekai neben dem Feuerschiff. Am Freitag wurde der ehemalige Tonnenleger von einem Anleger von N-Ports im Nordhafen zum Großen Hafen geschleppt.

Wenn auch die bereits vor 70 Jahren gebaute Maschinenanlage nicht mehr unter Dampf steht, kann man das von Axel Vogeler, quasi das Herz der „Kapitän Meyer“ und zuständig für Inneres wie Äußeres, nicht behaupten. Der 2. Vorsitzende der Segelkameradschaft betrieb am Freitag „Frühsport“ an Deck, achtern wie vorn Leinen los und fest, die Vorpiek rauf- und runterklettern, assistiert von Parvis und Amir, zwei Bürgerarbeitern.

Die Grundüberholung des Schiffes ist zum größten Teil abgeschlossen. Zuletzt wurden außen vor allem Entrostungs-, Konservierungs- und Schweißarbeiten durchgeführt, innen Freilegungsarbeiten, um die Außenhaut für noch erforderliche Restarbeiten an Spanten vorzubereiten. Ein Problem sieht Vogeler im – bundesweiten – Auslaufen der Unterstützung durch das Beschäftigungsmodell Bürgerarbeit. Das kleine Team, das ihn auf der „Kapitän Meyer“ unterstützte, habe viel geleistet. Wie es nun weitergehen solle, um die Erhaltung der städtischen Museumsschiffe zu gewährleisten, dafür müsse eine Lösung gefunden werden. Und natürlich geht es, bei allem ehrenamtlichen Engagement, auch ums Geld.

Fürs seit langem unbewirtschaftete Feuerschiff hatte die Segelkameradschaft eigentlich für dieses Jahr eine Frischekur ins Auge gefasst und einen Pächter gefunden, der auch „selbst Geld in die Hand nehmen will“, wie SKS-Vorsitzender Kai-Olaf Hülzer sagt. Aus dem Gastronomiebetrieb in dieser Saison wird jedoch nichts; die Stadt will erst ein Gutachten zur Grundsubstanz des Schiffes abwarten.

Die „Kapitän Meyer“ steht wieder für Trauungen an Bord zur Verfügung. Was fehlt, ist ein allgemeines Konzept, die historischen Schiffe der Öffentlichkeit zu präsentieren. Dazu wolle man mit der Wilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbH ins Gespräch kommen, erklärte Vogeler.

Weitere Nachrichten:

N-Ports | Hafen | Touristik

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.