Düsseldorf - Die Deutsche Bahn hat Reisenden wegen des erwarteten Sturms „Sabine“ empfohlen, für Sonntag, Montag oder Dienstag geplante Reisen zu verschieben. Im Regional- und Fernverkehr der Deutschen Bahn werde ab Sonntagabend mit erheblichen Beeinträchtigungen insbesondere im Norden und Westen Deutschlands gerechnet, teilte die Bahn mit. „Wir empfehlen unseren Reisenden von Sonntag, 09.02.2020 bis Dienstag, 11.02.2020 ihre geplante Reise auf einen anderen Tag zu verschieben.“

Mit Orkantief „Sabine“ werden ab Sonntag Böen mit bis zu 120 km/h in der Küste erwartet. Im Binnenland stürmt es mit Böen um die 100 Stundenkilometer etwas weniger. Bis zu 160 km/h können es allerdings auf dem Brocken werden, Geschwindigkeiten von 120 Kilometer pro Stunde in den Hochlagen des Harzes. Ungewöhnlich sei das aber nicht.

Die Windstärken in der Übersicht

Wie stark der Wind weht, wird in der sogenannten Beaufortskala in 18 Stufen unterteilt – von 0 bis 17.Die Windstärken 0 bis 11 gelten für Windstille bis hin zu Geschwindigkeiten von 117 Stundenkilometern.

Ab Windstärke 12 spricht man von einem Orkan beziehungsweise orkanartigen Böen. Der Wind hat dann eine Geschwindigkeit von 118 bis 133 km/h.

Bei 203 km/h oder mehr, Windstärke 17, spricht man von einem Super-Hurrikan. Eine höhere Einstufung gibt es auf der Skala nicht.

Stürmisch bleiben soll es bis Dienstag, 11. Februar. Gegenstände, die nicht richtig befestigt sind, oder Äste können sich durch den Sturm lösen und umherfliegen. Deswegen wird geraten, zum Beispiel Blumentöpfe zu sichern und Wälder zu meiden. Autos sollten nicht unter Bäumen abgestellt und auf überflüssige Fahrten verzichtet werden.

Auch an der Küste ist Vorsicht geboten. Laut Prognosen wird ab Montagmittag eine leichte Sturmflut mit bis zu 1,75 Metern über dem mittleren Hochwasser an der Nordseeküste erwartet. Davon geht Carsten Lippe, Pressesprecher des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), aus. Das bedeutet, dass Hafenflächen und das Deichvorland überflutet werden können. Diese Bereiche sollten gemieden und Autos nicht an Häfen geparkt werden. Großen Grund zur Sorge sieht Lippe aktuell nicht. „Ein solches Sturmflutereignis findet statistisch gesehen bis zu zehn Mal im Jahr statt.“

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Lisa Dean Björn Buske
Hannover