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NWZonline.de Nachrichten Panorama Katastrophen und Unglücke

Überschwemmungen Im Süden: Thailand unter Wasser – 19 Tote

09.01.2017

Bangkok Im von Überschwemmungen lahmgelegten Süden Thailands ist die Zahl der Todesopfer auf 19 gestiegen. Die meisten Opfer seien ertrunken, teilte das Krisenschutzzentrum des südostasiatischen Landes am Sonntag mit. Nun müssen auch noch hungrige Krokodile, die aus einem Zoo entkamen, wieder eingefangen werden. Von den seit Neujahr andauernden Überflutungen sind insgesamt knapp eine Million Menschen in zehn Provinzen betroffen.

Das Hochwasser trifft auch touristische Orte. Am Freitag rettete die Polizei fünf Urlauber, darunter einen aus Deutschland, aus einer überfluteten Hotelanlage in der Provinz Nakhon Si Thammarat. Der dortige Flughafen soll nach Angaben der Behörden bis Montag geschlossen bleiben, auch Zugverbindungen in der Region sind unterbrochen.

Touristen auf der beliebten Urlaubsinsel Ko Samui sind ebenfalls betroffen: Mit Blick auf Starkregen, Wind und hohen Wellengang erließen die dortigen Behörden ein Tauch- und Badeverbot. Mehrere Hundert Urlauber, auch aus Deutschland, saßen auf dem Flughafen fest, weil ihre Maschinen nicht starten konnten.

Im anhaltenden Regen entkamen zudem mindestens zehn Krokodile aus einem Zoo in Nakhon Si Thammarat. Den bis zu fünf Meter langen Tieren gelang es durch das Hochwasser, über die Absperrungen aus ihrem Gehege zu schwimmen, wie die „Bangkok Post“ berichtete. Die Behörden warnten am Sonntag, dass die Krokodile hungrig sein und auch Menschen anfallen könnten. Versuche, sie bei einer großen Suche auch mit Booten einzufangen, hatten zunächst keinen Erfolg. Die meisten der Tiere seien noch in Freiheit, bestätigte die Polizei am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Am Freitag hatten die thailändischen Behörden die Flutwarnstufe auf drei erhöht, die zweithöchste Stufe. Bei schweren Überschwemmungen waren bereits 2011 insgesamt 815 Menschen in Thailand gestorben. Damals waren mehr als 13 Millionen Menschen vom Hochwasser betroffen.

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