DELMENHORST - Bei ihrer Versammlung in der Stuhrer St.-Pankratius-Kirche hat die Kreissynode Delmenhorst/Oldenburg-Land Projektideen zum Thema Kirchenmusik gesammelt und die Wichtigkeit dieses Bereiches manifestiert. Nach einer Predigt von Pfarrer Robert Vetter eröffnete Kreispfarrer Dietrich Jaedicke die Veranstaltung.

Anschließend befassten sich drei Arbeitsgruppen mit Projektideen für die Zukunft. Kreiskantor Ralf Grössler führte in seiner Gruppe „Zukunftswerkstatt Kirchenmusik“ eine Bestandsaufnahme durch. „Es trugen über 20 Chöre, fünf Gospelchöre, vier Jugend- und neun Kinderchöre, vier Bands und sechs Ins-trumentalgruppen zum musikalischen Gemeindeleben bei“, sagte Grössler. Es gebe fast in jeder Kirchengemeinde des Kirchenkreises regelmäßig Konzerte. Grössler machte den Vorschlag, einen Arbeitskreis Kirchenmusik zu schaffen. Er soll über Projekte abstimmen und neue Ideen besprechen. Verschiedene Musikrichtungen sollen zusammengeführt werden.

Der Vorsitzende der synodalen Arbeitsgruppe, Dr. Stromsdörfer, regte an, es könne in Zukunft nur einen Kreiskantor pro Kirchenkreis geben, dafür aber mehrere A-Musiker. Die Arbeitsgruppe von Kreiskantor Gerd Hofstadt schlug vor, das Vorsingen von Organisten und Chorleitern einzuführen oder sogar eine Vorsänger-Gruppe zu installieren. Die Gemeinde solle enger zusammensitzen, damit sie sich mehr als Gemeinschaft empfindet.

Oberkirchenrätin Annette-Christine Lenk aus Oldenburg hielt den Grundsatzvortrag. „Wo man singt, da lass dich nieder, böse Menschen haben keine Lieder, sondern nur Fernsehen“, beschrieb die Theologin Musik als elementare Äußerung des Lebens. Musik sei der tägliche Begleiter. „Kirchenmusik ist Verkündigung“, fügte sie hinzu. Dafür müssen entsprechende finanzielle und personelle Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.