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NWZonline.de Region

Kleiner Tanker stoppt graue Schiffe

06.11.2014

Wilhelmshaven Es ist ungemütlich an diesem Morgen. Diesiges Novemberwetter mit grauem Himmel und leichtem Regen empfängt die Gäste an Bord der „Hamburg“. Immerhin ist es windstill. Tief unten im Schiff grummeln die Dieselmotoren vor sich hin. Wenig später haben zwei Schlepper vorn und achtern festgemacht. Sie werden die Fregatte in den nächsten Stunden bei all ihren Manövern unterstützen.

Denn Fregattenkapitän Axel Schulz und die Besatzung verlegen ihr Schiff an den Bontekai. „Bis Freitagmorgen wird die ,Hamburg‘ dort festmachen, bevor wir bis Anfang Januar ins Arsenal verlegen“, sagt der Kommandant. Dort soll das Schiff mit einem neuen Navigationsradar ausgerüstet werden. Kurz nach dem Ablegen hatte der Wilhelmshavener Schulz eine Gästegruppe an Bord begrüßt: Vertreter des Nautischen Vereins, der Seemannsmission und des Marinemuseums fahren auf seine Einladung hin mit.

Langsames Manöver

Langsam schiebt sich die Fregatte nebst Schleppern in die Ostkammer der Seeschleuse. Festmacher stehen bereit und nehmen die Leinen entgegen. Vorher haben auf der anderen Seite der Kammer bereits zwei kleinere Schiffe festgemacht. Als sich das Tor zum Innenhafen öffnet, fährt die „Hamburg“ jedoch nicht direkt Richtung Kaiser-Wilhelm-Brücke.

Denn im Nordhafen steht die Vermessung und Einstellung der Magnetkompass-Abweichung auf dem Programm. Ganz langsam drehen die Schlepper das 143 Meter lange Schiff erst im, dann ganz langsam gegen den Uhrzeigersinn und halten in gewissen Positionen kurz inne. Das dauert! Für die Gäste jedoch vergeht die Zeit bei einer Führung durchs Schiff wie im Fluge.

Wer an Deck steht, staunt über das große Offshore-Errichterschiff „Brave Tern“, das am Hannoverkai liegt, und betrachtet das Schwimmdock der Neuen Jadewerft, in dem zur Instandsetzung die Fregatte „Augsburg“ hoch und trocken liegt. An der Pier am Stützpunkt hat längsseits der „Berlin“ der Arsenal-Schwimmkran „Griep“ festgemacht. Und in der Westkammer der Seeschleuse herrscht reges Treiben: Das reparierte Schleusentor wird von Schleppern gedreht und in Position gebracht, um später wieder in die Torkammer eingeschwommen zu werden.

Als sich dann der lange Schleppverband mit der „Hamburg“ in der Mitte der Kaiser-Wilhelm-Brücke nähert, quert plötzlich ein kleiner Tanker vom Nordfrost-Südwestkai kommend den Weg und zwingt die Marineschiffe zum Stopp. „Unseemännisches Verhalten“, sagt einer aus der Besuchergruppe, der es wissen muss.

NATO-Partner an Bord

Da öffnen sich gemächlich die beiden Flügel der KW-Brücke für den grauen Verband. „Moin!“ grüßt jemand hinüber auf die „Hamburg“. Im Großen Hafen drehen „Vogelsand“ und „Scharhörn“ die Fregatte, bevor es an den Bontekai geht. Ein paar Schaulustige stehen dort und empfangen das Schiff.

Heute Abend empfängt dort Marineinspekteur Andreas Krause hochrangige Offiziere von NATO-Partnern zu einem Essen an Bord. Zum Abschluss wird auf dem Flugdeck gegen 22.30 Uhr eine Serenade erklingen.

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