Der umweltfreundliche Umweltminister Stefan Wenzel fährt in Hannover gerne mit dem Dienstfahrrad. Dass das zu Problemen führen kann, musste der Grünen-Politiker jüngst erleben. Wenzel parkte freitags sein schwarzes Rad vor der Staatskanzlei und beauftragte seine Sprecherin Inka Burow, es dort wieder abzuholen. Weil Burow allerdings keinen Schlüssel hatte, wurde das Rad sicherheitshalber in den Keller der Staatskanzlei gebracht. Mit dem Ergebnis, dass der Minister einen tüchtigen Schreck bekam, als sein Drahtesel montags nicht mehr vor dem Regierungssitz parkte. Die Sache klärte sich schnell auf, und die Staatskanzlei soll jetzt einen Fahrradständer bekommen.
Trennen wollen sich CDU-Fraktionschef Björn Thümler (Berne) und sein Parlamentsgeschäftsführer Jens Nacke (Wiefelstede) – allerdings nur wohnräumlich. Thümler und Nacke, die bisher in der Hannoveraner Altstadt Tür an Tür residierten, suchen neue Bleiben. Wie es hieß, strebt Thümler jetzt eine Wohngemeinschaft mit CDU-Generalsekretär Ulf Thiele (Uplengen) an. Eine passende Räumlichkeit – mit Blick auf den Landtag – scheint bereits gefunden: die Ex-Wohnung von Ex-Staatssekretärin Christine Hawighorst. Dort müsse allerdings noch eine Zwischenwand eingezogen werden, hieß es.
Nie um einen lockeren Spruch im Landtag verlegen ist FDP-Fraktionschef Christian Dürr (Ganderkesee). Um die Regulierungswut der Grünen deutlich zu machen, verwies Dürr diesmal auf eine Forderung aus dem Bundeswahlprogramm der Öko-Partei, nach der die Grünen die Entfernung von Körperbehaarung ablehnen. „Ich sehe das Grünen-Spitzenpersonal jetzt ganz anders“, lästerte der FDP-Politiker und sorgte für ein Aufstöhnen im Plenarsaal. „Mich geht die Körperbehaarung von anderen Menschen nichts an“, machte Dürr danach die FDP-Position klar. Die Grünen haben den Satz übrigens wieder gestrichen.
