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Abgehängt

14.12.2017

Mehrere Eröffnungstermine verschoben, Kosten mächtig aus dem Ruder gelaufen – der Hauptstadtflughafen BER ist ein Beispiel für das Unvermögen, ein Großprojekt in Deutschland zu realisieren. Zu viele Instanzen, die mitreden, zu wenig Abstimmung und zu allem Überfluss zu klein geplant: Der Hauptstadtflughafen wird wohl schon im Eröffnungsjahr mehr Passagiere abfertigen müssen, als es Kapazitäten gibt. Dazu kommt noch die unselige Diskussion um den Flugbetrieb auf dem bisherigen Berliner Flughafen Tegel. Als würden die Hauptstadtbewohner die Lärmbelastung durch Einflugschneisen zweier Großflughäfen schlucken.

Und die Bahn als Alternative? Schön, dass man von München nach Berlin in nunmehr nur noch vier Stunden reisen kann – theoretisch. Wenn die Fahrbetriebstechnik den Zug nicht abbremst, weil der Zug den elektronischen Impuls aussendet, er fahre zu schnell (obwohl er gemächlich fährt). Wäre es zu viel verlangt, dass nach 25 Jahren Projektdauer alles reibungslos funktioniert?

Auch bei der Bahn hat sich ein Sanierungs- und Technologiestau eingestellt, der das System an die Grenzen bringt. Einstürzende Tunnel, die den kompletten Verkehr auf einer der wichtigsten Nordsüd-Bahnstrecken über Wochen lähmen, Stellwerksprobleme, die weitreichende Folgen für den Zugverkehr einer Großregion haben. Dazu kommen die alltäglichen Verspätungen, übervolle Pendler- und Regionalzüge und ein unkoordinierter europäischer Güterverkehr. Grenzüberschreitende Technologie? Ein Traum.

Die Geduld der Bahnkunden wird arg strapaziert. Es gibt auch andere Beispiele. In Japan werden die Verantwortlichen unruhig, wenn die durchschnittlichen Verspätungen der Hochgeschwindigkeitszüge sich auf 60 Sekunden summieren. Der Schaffner entschuldigt sich dort übrigens bei den Fahrgästen für solches Ungemach.


Den Autor erreichen Sie unter 
Hans Begerow
Leitung
Politik/Region
Tel:
0441 9988 2091

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