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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Meinung

Abschreckung

22.08.2013

Bradley Manning, der als Soldat die größte Daten-Indiskretion zu Vorgängen in den Kriegszonen Afghanistan und Irak in der US-Geschichte beging und diese Informationen dann Wikileaks zuspielte, ist noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Zunächst drohten 90 Jahre Haft, dann forderte die Anklage „nur“ noch 60 Jahre. Am Ende standen für Manning gestern 35 Jahre.

Wurden derartige Vergehen noch vor 2001 mit einigen Monaten oder wenigen Jahren Gefängnis geahndet, so bekam der Angeklagte nun das neue harsche Klima zu spüren, das das Land seit den 9/11-Anschlägen prägt. Abschreckung soll sein. Doch Manning kann sich gleichzeitig damit trösten, dass Urteile von Militärgerichten in der Regel nach einiger Zeit drastisch reduziert werden. Zum Vorteil geriet ihm auch, dass die Anklage nie den ursprünglichen Vorwurf beweisen konnte, dass von Manning kopierte Informationen in den Händen des Terrornetzwerks El Kaida landeten. Da hätte ihm ein „lebenslänglich“ gedroht.


Den Autor erreichen Sie unter 
Friedemann Diederichs
Korrespondentenbüro Washington
Tel:
0441 9988 2018

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