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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Meinung

Aktionismus

06.02.2018

Es gibt nur wenig bildungspolitische Beispiele, die so eindrücklich politisches Versagen belegen wie die gescheiterte Inklusion in Schulen. Dass der Deutsche Lehrerverband erst jetzt die Reißleine zieht und ein Moratorium fordert, ist da fast schon verwunderlich.

Politischer Aktionismus hat seit 2009 Schüler, Eltern und Pädagogen in die Sackgasse manövriert. Man hätte es eigentlich wissen müssen und auch können, denn Warner gab es genug: Ohne ausreichende finanzielle Ausstattung werde die Inklusion krachend scheitern, hieß es schon vor Jahren. Genauso ist es gekommen. Statt die Schulen, namentlich die Grundschulen, personell und finanziell ausreichend auszustatten, wurden voreilig schon mal Förderschulen geschlossen und Fakten geschaffen, die jetzt vor allem Lehrer und Schüler ausbaden.

Die Inklusion ist eine der kostspieligsten Schulreformen überhaupt, und dennoch reichen die Anstrengungen bei Weitem nicht aus. Inklusive Schulklassen benötigten im Grunde einen zweiten Lehrer, soll nicht der Lernfortschritt aller Schüler gefährdet werden. Die Realität sieht aber so aus, dass es das Kultusministerium nicht einmal mit Quereinsteigern schafft, den normalen Unterrichtsbedarf an den Grundschulen personell zu decken, geschweige denn einen deutlich erhöhten durch inklusive Angebote. Sinnvoll wäre deshalb ein behutsamer Ausbau der Inklusion statt Bildungspolitik mit der Brechstange.


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Thomas Haselier / Archiv
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