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Man mag von Donald Trump ja halten, was man will – eine unbestreitbare Fähigkeit besitzt der amerikanische Präsident: Er erkennt die Schwachstellen und Widersprüche in der Haltung seiner Gegner und Partner. Die zerrt er dann gnadenlos und raubeinig ans Licht. Der Nato-Gipfel beschert uns dafür zwei neue Beispiele.

Da ist zum einen Nord Stream 2. Die Pipeline soll russisches Gas nach Europa bringen. Russland hatte 2017 einen Anteil von rund 35 Prozent des europäischen Markts. Bis 2035 wird er nun auf 41 Prozent steigen, prognostizieren Analysten. Und hier hat Trump recht: Wenn Europa in Russland einen strategischen Gegner sieht, wenn Europa sich angeblich vor russischem Expansionismus so sehr fürchtet – warum macht es sich dann in der Energiefrage so extrem von Moskau abhängig? Hier haben die Europäer etwas zu erklären, nicht die Amerikaner.

Zum anderen geht es um das berühmte Zwei-Prozent-Ziel bei den Verteidigungsausgaben. Das wollten die Nato-Staaten gemeinsam anstreben. Vielleicht hätte ja Angela Merkel gute Argumente gehabt, dies nicht zu tun, wenn – ja wenn – die Bundeswehr in besserem Zustand wäre. Tanker, die nicht auslaufen dürfen, U-Boote, die nicht einsatzfähig sind, und Flugzeuge, die nicht abheben, sind nicht überzeugend. Verständlich, wenn die Amerikaner Bündnisunfähigkeit als Zumutung empfinden.


Den Autor erreichen Sie unter 
Dr. Alexander Will
Leiter Newsdesk
Politikredaktion
Tel:
0441 9988 2092

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