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Ein Gutes hat das Ergebnis der Bundestagswahl: Die Debatte über „Heimat“ ist in vollem Gang. Ein verpönter Begriff beginnt, wieder wichtig zu werden.

Ein „Heimatministerium“ braucht es dazu nun jedoch nicht gleich. Warum muss in solchen Fragen immer gleich der Hang der Deutschen zur Bürokratisierung durchbrechen? Es wäre vielmehr sinnvoll, Sinn und Kern des Begriffes „Heimat“ als eine Art politische Querschnittsaufgabe zu begreifen. Das betrifft die Stärkung von Bindungen – am besten freiwilliger –, die Kenntnis des Werdens dessen, was uns umgibt, das Bewusstsein, dass kein Mensch aus dem Nichts kommt, sondern die Summe dessen ist, was vor ihm war. Auch wenn es vor allem die Linke nicht wahr haben will: Das bedeutet auch Bindungen an einen Ort, ein Haus, ein Feld, eine Region, ein Land. Bleibendes wurde vor allem von Daheimgebliebenen geschaffen, die sich solcher Bindungen bewusst waren. Das läuft natürlich dem herrschenden postmodernen Geist zuwider, nach dem Heimat irgendwie überall ist. Konkrete Bindungen werden da bestenfalls als spießig-muffig gesehen, schlimmstenfalls als faschistisch diffamiert. Aber das ist natürlich die Erzählung einer Minderheit – wenn auch einer tonangebenden.

Der Mehrheit geht es doch noch immer wie dem Riesen Antaios aus der griechischen Sage, der seine Kraft aus der Berührung der Erde zog, von der er stammte. „Heimat“ funktioniert ganz ähnlich. So ist es also gut und recht, dass man dies in der Politik zu verstehen beginnt.


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