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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Meinung

Beispielhaft

30.10.2012

Mehr Transparenz geht nicht. Mit der Offenlegung seiner Nebeneinkünfte in den letzten drei Jahren setzt der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück Maßstäbe für einen gläsernen Politiker. So viel Offenheit würde man sich auch von denen wünschen, die sich in den letzten Wochen als Kritiker Steinbrücks hervorgetan haben. Nachmachen! Überall. In allen Parlamenten. Schon die Landtagswahl in Niedersachsen könnte ein Test sein, wie die vielen Kandidatinnen und Kandidaten es mit der persönlichen Transparenz halten. Der Bürger wartet ab sofort gespannt auf die Erklärungen. Und zur Bundestagswahl im nächsten Jahr werden doch gewiss alle Abgeordneten mit gleicher Transparenz in den Wahlkampf ziehen? Oder nicht?

Steinbrück räumt mit seinen Zahlen auch den Verdacht aus der Welt, zur Kategorie der Absahner unter den ehemaligen Spitzenpolitikern zu gehören, die sich zum Ende der politischen Karriere von der Wirtschaft fürstlich honorieren lassen für ihre Dienstleistungen. An Beispielen bis hin zu Ex-Bundeskanzlern mangelt es nicht.

Billig war ein Vortrag Steinbrücks nicht. Über 14 000 Euro im Durchschnitt für ein paar kurzweilige Worte eines früheren NRW-Ministerpräsidenten – Respekt. Dass Steinbrück mit solchen Rede-Honoraren in irgendwelche Richtung beeinflusst werden sollte, belegen die Zahlen nicht. Zur ganzen Wahrheit gehört auf der anderen Seite, dass Steinbrück für weit mehr Reden gar kein Geld kassierte, sondern Honorare oft an gemeinnützige Organisationen weiterleitete. Ein Raffzahn handelt anders. Und die zahlreichen Auftritte im Wahlkreis belegen keineswegs fehlendes Engagement. Im Gegenteil.

Nun muss man Steinbrück gewiss nicht in den Helden-Status befördern. Natürlich hätte der frühere Finanzminister seine persönliche Kassenführung eher bedeckt gehalten, würde ihn die SPD-Kanzlerkandidatur nicht in das helle Licht der öffentlichen Aufmerksamkeit schieben.

Was in den USA für Präsidentschaftsbewerber schon lange gilt, wird in Deutschland für potenzielle Kanzlerkandidaten in Zukunft wohl auch zu einem Muss: Offenlegung ihrer sämtlichen Einkünfte. Für den Wähler eine gute Nachricht.


Den Autor erreichen Sie unter 
Gunars Reichenbachs Chefkorrespondent / Redaktion Hannover
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