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Tiraden von Mitt Romney: Beschämend

19.09.2012

Wählerbeschimpfungen, das gebietet schon die Logik, sind gewöhnlich kein gutes Rezept, um Anklang beim Wähler zu finden. Deshalb drängt es sich auch auf, angesichts der jetzt enthüllten Tiraden des reichen Republikaners Mitt Romney gegenüber den sozial Schwachen in den USA von der schwärzesten Stunde des Präsidentschaftskandidaten zu reden. Denn wer nahezu die Hälfte aller US-Bürger mit der Brandmarke versieht, dem Staat bewusst auf der Tasche zu liegen und keinerlei Motivation für eine bessere Zukunft zu haben, spielt sich auch als Spalter der Nation zu einer Zeit auf, wo die politischen Lager ohnehin extrem polarisiert sind. Wie will aber Mitt Romney im Fall eines jetzt weniger wahrscheinlich gewordenen Erfolges auch die Armen künftig glaubwürdig vertreten? Diese Antwort blieb der Kandidat bisher sich und den Kritisierten schuldig.

An den herabsetzenden Aussagen selbst gibt es nichts zu deuteln. Beschämend dabei, dass die einzige Einsicht des Konservativen ist, er hätte seine Beschimpfung eleganter formulieren sollen. Doch auch dies hätte für Millionen US-Bürger, die als Folgen der Finanzkrise und Rezession Haus und Job verloren haben und sich nun zu der von Romney anvisierten Unterschicht zählen dürfen, wohl keinen Unterschied gemacht.

Kann sich Romney von diesem gigantischen Fehltritt wieder erholen? Sein Hauptproblem ist nun, dass dem Bürger langsam klar wird, dass solche fragwürdigen und beleidigenden Philosophien offenbar von Herzen kommen – und Romney sich vor allem als Repräsentant der Reichen im Land sieht. Doch das ist nicht jene Bevölkerungsgruppe, die die Wahlen am 6. November dieses Jahres entscheiden wird.

Friedemann Diederichs Korrespondentenbüro Washington
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