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Es ist traurig und beschämend zugleich: Was mittlerweile an Silvester in deutschen Städten abgeht, ist nicht mehr zu akzeptieren. Die Gewalt gegen Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungssanitäter nimmt in ihrer Brutalität und Hemmungslosigkeit offenbar immer mehr zu. Sie trifft also ausgerechnet diejenigen, die dann Dienst tun, wenn andere ausgelassen den Jahreswechsel feiern. Der Berliner Polizeipräsident Klaus Kandt hat absolut recht mit seiner Aussage, er „zweifle am Verstand derer, die mit Böllern und Raketen auf Menschen schießen“.

Was können wir also tun, um dieser Eskalation entgegenzuwirken? Die Politik, die in derartigen Fällen ansonsten schnell mit der Forderung nach schärferen Gesetzen aufhorchen lässt, hat ihre Aufgaben erledigt. Mit der Schaffung des Straftatbestandes des „Tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte“ (§114) ist das mögliche Strafmaß für die Täter massiv erhöht worden. Nun ist also die Justiz gefordert, diese rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen und den Randalierern klarzumachen, wo die Grenzen zwischen Recht und Unrecht verlaufen.

Darüber hinaus verlangt es von uns Bürgern immer wieder eines: Zivilcourage. Logischerweise traut sich nicht jeder, schlichtend in eine gewaltsame Auseinandersetzung einzugreifen. Die Gefahr, dabei selbst zum Opfer zu werden, wäre in den meisten Fällen zu groß. Doch es gibt andere wirksame Möglichkeiten. Vorhandene Handyaufnahmen von Gewalttaten etwa sollten nicht in den sozialen Netzwerken verbreitet, sondern den Ermittlungsbehörden zur Verfügung gestellt werden, um so im Nachhinein mutmaßliche Täter zu überführen. Und Kommentare, die nur im entferntesten beinhalten, dass alles ja nur ein Spaß sei, gehören geächtet. Bei Gewalt gegen diejenigen, die uns helfen und schützen, hört der Spaß auf!


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