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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Meinung

Da tut sich etwas

10.07.2018

Vom Beginn des des großen Flüchtlingszustromes 2015 an tauchte auch dieses Argument immer wieder in der Diskussion auf: Die vielen Menschen, die zu uns kommen, hätten eine relativ günstige Altersstruktur – und sie könnten ja einen Beitrag zur Linderung des Azubi- und Fachkräftemangels leisten.

Das war damals natürlich ungleich leichter gesagt als getan. Vieles wurde von vielen grob unterschätzt – wie der Zeitbedarf für den Eingewöhnungsprozess in Deutschland, den Erwerb erster Sprachkenntnisse und die Ermittlung von Fähigkeiten und Neigungen. Anderes wurde weit überschätzt – auch die Bereitschaft von Zugewanderten, erst einmal langfristig in eine duale Ausbildung Zeit zu investieren, statt kurzfristig ungelernt zu jobben.

Erst jetzt, fast drei Jahre nach der großen Welle, werden ermutigende Erfolge zunehmend sichtbar: Immer mehr Flüchtlinge, etwa 800 im Raum Oldenburger Land/Ostfriesland, haben sich im laufenden Ausbildungsjahr als „ausbildungsplatzsuchend“ bei den Arbeitsagenturen registrieren lassen. Das heißt: Sie bringen nun Sprachkenntnisse und Berufsorientierung mit. Jetzt kann es losgehen!

Längst gibt es eine Reihe von Beispielen, wie junge Leute mit Fluchthintergrund regionale Betriebe voranbringen – selbst in Technologieberufen wie Heizung/Klima.

Das ist auch ein Kompliment für die vielen Menschen der Region, die sich privat, im Betrieb oder in Organisationen früh um Flüchtlinge kümmerten – und hier eine Chance sahen. Jetzt beginnt sich dieses unschätzbare Engagement auszuzahlen – über den einzelnen Menschen hinaus auch für die Region. Sicher, es bleibt sehr viel zu tun. Die Zahl der Erfolgsstorys ist noch immer überschaubar, letztlich viel zu klein. Sie sind zu oft von Männern und zu selten von Frauen geprägt. Und, und, und.

Aber ein ermutigender Anfang ist gemacht.


Den Autor erreichen Sie unter 
Rüdiger zu Klampen
Redaktionsleitung
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2040

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