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Ursula von der Leyen ist nie um flotte Sätze verlegen. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz, also bei einem politischen Event (um es im Denglisch-Sound zu sagen), hat sie ihr Statement (!) in englischer Sprache abgegeben. Das hat sie ohne Not getan, Dolmetscher waren im Raum. Allerdings muss man erwähnen, dass sie genau genommen keine Sprachpanscherin ist, zu der sie jetzt gewählt wurde. Denn sie hat nicht Deutsch und Englisch zu Denglisch vermischt, sondern gleich rüstig zum Englischen gegriffen. Muss sie nun, da wir ja selbst von Einwanderern den Gebrauch unserer Sprache verlangen, zum Deutschkurs? Oder genieren sich Politiker nur für unsere Sprache?

Politiker wollen immer wichtig wirken. Das wird man offenbar in manchen Augen nur durch Englisch. Im Ausland wird dieses lächerliche Verhalten als Anbiedern wahrgenommen. Kein Franzose käme auf die Idee, sich so unpatriotisch zu verhalten. Etwas mehr Selbstbewusstsein und Stolz könnten uns nicht schaden.


Den Autor erreichen Sie unter 
Dr. Reinhard Tschapke
Redaktionsleitung
Kulturredaktion
Tel:
0441 9988 2060

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