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Die Angst bleibt

09.11.2018

Das vom Bundestag verabschiedete Rentenpaket ist das Ergebnis eines Reförmchens, das sich die Sozialdemokraten nun stolz auf ihre Fahnen schreiben. Es ist zwar milliardenschwer, ändert aber wenig an einem Grundproblem, unter dem die Rente trotz voller Kassen heute leidet: Das System ist in der Vergangenheit mit immer neuen Leistungsabsenkungen und Anspruchskürzungen Stück für Stück ausgehöhlt worden mit der Folge, dass selbst Arbeitnehmer, die jahrzehntelang gearbeitet haben, nun Angst vor Altersarmut haben müssen. Das neue Rentenpaket ändert daran allenfalls graduell etwas, die Angst bleibt deshalb.

Man darf sich in Erinnerung rufen, dass es 2002 die gravierendsten Einschnitte unter einer rot-grünen Koalition gegeben hat unter Führung eines gewissen Walter Riester, der seinen Namen einer ziemlich zweifelhaften Form der privaten Altersvorsorge geliehen hat. Jetzt hat sich mit Hubertus Heil erneut ein sozialdemokratischer Arbeitsminister an der Rente versucht, um die Folgen der damaligen Fehlleistungen zu korrigieren. Der stereotype Hinweis auf die private Altersvorsorge macht die Halbherzigkeit dieser Reform deutlich. Denn Arbeitnehmer im Niedriglohnbereich haben keine Chance, nennenswerte Altersrücklagen zu bilden. Zum einen fehlt das Geld dafür, zum andern gibt es kaum lohnenswerte Anlagemöglichkeiten, schon gar nicht die Riester-Rente.

Man kann es aber für alle Arbeitnehmer sagen: Der Übergang in den Ruhestand ist bei einer mehr als Halbierung der Bezüge alles andere als angenehm. Da geht es den Menschen in unseren Nachbarländern spürbar besser.


Den Autor erreichen Sie unter 
Thomas Haselier

Archiv
Tel:
0441 9988 2085

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