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Es sind zwei kleine, aber bezeichnende Meldungen, die darauf hinweisen, dass die Asylkrise noch lange nicht vorbei ist. Nach der Wahl dürfte sie mit Macht wieder ins Bewusstsein diese Landes treten.

Zum einen gibt da CSU-Chef Horst Seehofer in resignativer Weise offen zu, dass es mit der Abschiebung abgelehnter Asylbewerber aus Deutschland einfach nicht klappt. Es ist bemerkenswert, mit welcher Leichtfertigkeit er einen offenkundigen Rechtsbruch hinnimmt. Das atmet einen ähnlichen Geist wie der Kontrollverlust der Regierenden, als sie im Herbst 2015 die Grenzen öffneten und damit die Asylkrise vom Zaune brachen.

Zum anderen bietet die Kanzlerin im Namen ganz Europas an, noch mehr Asylbewerber auf dem Kontinent aufzunehmen. Dies erinnert an ihre indirekten Einladungen an alle Welt aus jenem fatalen Herbst. Zudem geht Merkel mit alter deutscher Arroganz über die Einwände jener europäischen Völker hinweg, die den Segnungen einer multikulturellen Gesellschaft nicht so viel abgewinnen können wie ihre Deutschen.

Unterdessen braut sich in Afrika eine neue Einwanderungswelle zusammen. Es steht zu fürchten, dass die deutsche Politik ähnlich hilflos, getrieben und naiv reagieren wird wie 2015. Aber dann ist die Wahl ja auch schon vorbei.


Den Autor erreichen Sie unter 
Dr. Alexander Will
Leiter Newsdesk
Politikredaktion
Tel:
0441 9988 2092

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