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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Meinung

Europas Versagen

23.03.2016

Nach jeder blutigen Wahnsinnstat verfällt die Politik dem gleichen Reflex. Kein Zentimeter westlicher Freiheit solle nun preisgegeben werden, tönt es da. Das ist wohlfeil. Längst schränkt der Terror die Freiheit in Europa ein. Verantwortlich sind in erster Linie islamistische Killertrupps, in zweiter Linie profundes Versagen eben jener, die da Normalität zur ersten Bürgerpflicht erklären.

Heute beginnen Touristen bereits, die Metropolen zu meiden. Nach jedem Anschlag wird der Ruf nach Gesetzen laut, die Einschränkungen der individuellen Freiheiten auf dem Kontinent zur Folge haben: sei es Bargeldverbot, seien es Waffengesetze, sei es die Überwachung von Kommunikation. Hier wird bereits westliche Freiheit in Größenordnungen preisgegeben – von eben jenen politischen Eliten, die sie nach jedem Anschlag beschwören und sie doch durch schwere Fehler selbst in Gefahr bringen.

Auf ein entschiedenes Vorgehen gegen den Islamischen Staat wartet man vergeblich. „Entschieden“ bedeutet zu begreifen, dass diese islamischen Fanatiker nur militärisch zerschlagen werden können. In Syrien. Im Irak. In Libyen.

Es würde auch bedeuten, Länder wie Saudi-Arabien, Katar und auch die Türkei, die immer wieder Terrorgruppen protegieren, um ihre eigenen politischen Ziele zu fördern, in die Schranken zu weisen. Innenpolitisch ist zudem versagt worden, als man die Entstehung von Parallelgesellschaften wie in Molenbeek geduldet hat. In diesem Umfeld bewegen sich Terroristen wie die Fische im Wasser und finden in wohlgesinntem Umfeld Schutz.

Und dann ist da noch ein mentales Problem. Nicht wenige Angehörige der Funktionseliten im Westen haben ein Problem, die Dinge beim Namen zu nennen. Es ist eine Art Voodoo-Ritual, nicht aussprechen zu wollen, dass der Islam ein schweres Problem, eine dunkle Seite hat. Es ist diese dunkle Seite – man nenne sie Djihadismus, Islamismus oder treffender politischen Islam – die heute überall auf der Welt Mördern eine Legitimation liefert. Politisch korrektes Schweigen lässt diese Bedrohung nicht verschwinden. Vielmehr muss sich der Islam grundlegend wandeln, um sein Terrorproblem loszuwerden. Wandel aber beginnt mit dem Aussprechen dessen, was ist.


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Dr. Alexander Will Leiter Newsdesk / Politikredaktion
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