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Das Spektakel vom Wochenende in der Türkei macht sprachlos. Recep Tayyip Erdogğan und seine Spießgesellen badeten da vor Zehntausenden Menschen regelrecht in der Barbarei. Was den EU-Kommissionspräsidenten angesichts dessen dazu bringt, vor Ankara einen halben Kotau zu vollziehen, gibt in seiner Abseitigkeit Rätsel auf.

Erdogan möchte nämlich „Köpfe abreißen“, sein Parlamentspräsident Ismail Kahraman „Hände brechen“, „Zungen abschneiden“ und „Leben vernichten“. Der Präsident ruft zudem dazu auf, jeden „Verdächtigen“ bei den Behörden zu denunzieren. Nun – mit Faschismus-Vergleichen soll man aus gutem Grund sparsam sein. Nur – all das, was da in Istanbul von der Rednertribüne hallte, ist eben faschistischer Pestilenzhauch reinster Sorte.

Das sollte auch Jean-Claude Juncker inzwischen begriffen haben. Es ist einfach zu wenig, bei der Todesstrafe eine Rote Linie für den EU-Beitritt zu ziehen. Die politischen Verhältnisse in der Türkei sind bereits so brutalisiert, dass dieses Land auch ohne vom Gesetz gedeckte Hinrichtungen nichts in der EU verloren hat. Wenn die Kommission bei der Abwehr eines faschistoid regierten Beitrittskandidaten versagen sollte, dann wäre das ein schlagendes Zeugnis für die absolute Nutzlosigkeit dieser Institution.


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