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Die heftige Debatte um die deutschen Nationalspieler Ilkay Gündogan und Mesut Özil wegen ihrer umstrittenen Fotos mit dem türkischen Präsidenten Erdogan zeigt wieder einmal, dass der Fußball trotz gegenteiliger Beteuerungen hochgradig politisiert und aufgeladen ist. Gern hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in der Vergangenheit die Erfolge von Nationalspielern mit ausländischen Wurzeln als Musterbeispiele für gelungene Integration genutzt. Jetzt schlägt das Pendel in die andere Richtung aus. Und das in einer Zeit, in der gerade besonders heftig über Integration gestritten wird.

Gündogan hat sich zwar zu den Fotos geäußert, eindeutig Stellung bezogen hat er dabei aber nicht. Das ist allerdings schon deutlich mehr, als Özil bisher getan hat. Der hat nämlich gar nichts gesagt. Dass sich die beiden nun noch klipp und klar von den Bildern distanzieren, ist unwahrscheinlich. Özil und Gündogan sind zwar im Ruhrpott aufgewachsen, haben aber noch enge familiäre Bande in die Türkei. Da ist ein Lossagen von Erdogan, der in der Türkei ja von vielen Menschen verehrt wird, schlicht nicht vorstellbar. Und sollten sich die beiden doch noch in der Sache erklären und den Befreiungsschlag suchen, hätte dies einen Beigeschmack. Denn es würde vor allem den Eindruck erwecken, der DFB wolle endlich Ruhe haben.


Den Autor erreichen Sie unter 
Hauke Richters
Leitung
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2030

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Deutscher Fußball-Bund | DFB

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