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Flickenteppich

12.10.2018

Die Länder mögen mehr Lehrer ausbilden, fordert die Kultusministerkonferenz. Wohl wahr. Unsere Kinder und Enkelkinder sollen nicht in überfüllten Klassen sitzen und auch nicht unter Unterrichtsausfällen leiden. Die Einstellung von Landesbeamten und -angestellten unterlag in der Vergangenheit aber leider konjunkturellen Zyklen. Mal rangen sich die Finanzminister dazu durch und stellten viele Lehrer ein. In Zeiten, wo die Landeskassen klamm waren, wurde gern auch mal auf die Neubesetzung von Lehrerstellen oder Ersatz für freiwerdende Planstellen in der Polizei verzichtet. Dadurch entstand eine ungünstige Struktur in der Alterspyramide mit der Folge, dass in einigem Abstand immer viel und dann wieder weniger Personal benötigt wurde. Und schließlich wurde die Entwicklung der Schülerzahlen falsch, nämlich zu niedrig, eingeschätzt.

Dazu kommt die mangelnde Attraktivität des Berufs, der in der Besoldung einen Unterschied macht nach Schulformen. Grund- und Hauptschullehrer verdienen weniger, obwohl ihr Studium genauso lang dauert wie das der Sonderpädagogen oder Gymnasiallehrer. Die Ursache dafür wiederum liegt in der Vergangenheit, als Grund- und Hauptschullehrer (damals: Volksschullehrer) ein nur dreijähriges Studium an den Pädagogischen Hochschulen absolvierten, bevor es ins Referendariat ging. Nur gibt es die Pädagogischen Hochschulen seit mehr als 40 Jahren nicht mehr.

Die zersplitterte Bildungslandschaft mit unterschiedlichen Schulstrukturen und Anstellungsverhältnissen tut ein Übriges, die Misere zu verschärfen. In Berlin sind Lehrer angestellt, in Niedersachsen sind Lehrer Beamte. In einigen Ländern gibt es Gratifikationen (Urlaubs- und Weihnachtsgeld), in anderen (Niedersachsen) nicht. So suchen sich angehende Pädagogen die besten Bedingungen aus.


Den Autor erreichen Sie unter 
Hans Begerow
Leitung
Politik/Region
Tel:
0441 9988 2091

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