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Lieber gut kopiert als schlecht erfunden: Niedersachsen kann sich zwar nicht als Erfinder eines landesweiten Netzes von Schnellbus-Linien feiern (lassen). Dafür besitzen Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen-Anhalt die Ideen-Rechte. Aber Niedersachsen zieht (endlich) die richtigen Schlüsse aus einem augenscheinlichen Erfolgs-Modell im Öffentlichen Personennahverkehr in anderen Ländern. Ob dabei die nahende Landtagswahl in Niedersachsen eine Rolle spielt? Die Antwort mag sich jeder selbst geben. Reisende durch den Nordwesten Deutschlands wissen, welche Lücken das Verkehrsnetz in der Fläche aufweist. Von einer schnellen Anbindung in manche Küstenorte oder ebenso in manche Städte der Harz-Region ganz zu schweigen. Das neue Netz von Verbindungen in Niedersachsen zwischen Ober- und Mittelzentren beziehungsweise zwischen Mittelzentren sollen diesen unhaltbaren Zustand beenden. Mit einem Kombi-Angebot aus Tempo und Bequemlichkeit. Dazu gehören schnellstmögliche Internet-Zugänge an Bord der neuen Express-Busflotte. Motto: einsteigen und einwählen.

Gerade dem letzten Punkt kommt entscheidende Bedeutung zu. Autofahrer und besonders Pendler werden nur dann aus ihren Wagen umsteigen, wenn das neue Angebot günstig, schnell und bequemer als die eigene Fahrt erscheint. Das Angebot muss einfach stimmen.

Dafür sollte das Land notfalls noch höhere Fördergelder bereitstellen. Denn es darf nicht sein, dass sich nur reichere Landkreise und Kommunen an das neue Schnellbus-System anschließen, aber die ärmeren Nachbarn außen vor bleiben. Eine solche Auslese würde nur bestehende Unterschiede in der Lebensqualität von Regionen vertiefen. Das gilt besonders für die Fläche. Kleinere Orte fallen noch weiter zurück, wenn die neuen Schnellbusse einfach an ihnen vorbeirasen.

Schnellbusse in Städte geben auch die richtige Antwort auf die unleidige Plaketten-Diskussion mit Einfahr-Verboten wegen zu hoher Schadstoffbelastungen in den Innenstädten. Für Express-Busse gibt’s höchstens grünes Licht und nicht die rote Kelle.


Den Autor erreichen Sie unter 
Gunars Reichenbachs
Redaktion Hannover
Tel:
0511/1612315

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