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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Meinung

Handfester Streit

11.07.2018

Die Freiheit von Forschung und Lehre sowie die spätere Berufswahl sind ein hohes Gut. Verständlich, dass Wissenschaftsminister Björn Thümler sich gegen den Gedanken sträubt, eine Quote von zehn Prozent aller Medizinstudenten in Niedersachsen an solche Studierenden zu vergeben, die später mindestens zehn Jahre lang als Landärzte arbeiten. Eine Zwangsverpflichtung, gewiss. Doch die drohende Unterversorgung im ländlichen Raum mit Medizinern fragt nicht nach hehren Prinzipien. Gehandelt werden muss jetzt, sonst fehlen in gut zehn Jahren 5000 Landärzte in Niedersachsen. Dass Ministerpräsident Stephan Weil die warnenden Zeichen erkannt hat, ist gut. Setzt sich der Regierungschef aber auch im eigenen Kabinett durch? Gegen seinen Wissenschaftsminister? Wagt der Ministerpräsident die Kraftprobe? Oder gibt Thümler am Ende des Streits um eine Landarzt-Quote klein bei? Viele Fragen.

Dabei zeigt ein Blick in die moderne Berufswelt, dass die Koppelung von Studienplatz und späterem Job nichts Ungewöhnliches mehr ist. Firmen zahlen die Ausbildung und freuen sich auf einen künftigen Mitarbeiter. Warum nicht auch bei Medizinern? Nichts spricht dagegen.


Den Autor erreichen Sie unter 
Gunars Reichenbachs
Chefkorrespondent
Redaktion Hannover
Tel:
0511/1612315

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