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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Meinung

Hausgemacht

30.04.2015

Seit langer Zeit rutscht die „Alternative für Deutschland“ nach Messung der Demoskopen bundesweit wieder unter die Fünf-Prozent-Hürde. Das jähe Ende des Höhenflugs mit Einzug in vier Landesparlamente sowie sieben errungenen Mandaten im Europäischen Parlament verdanken die Eurokritiker vor allem sich selbst.

Persönliche Angriffe des Führungspersonals in aller Öffentlichkeit, Rücktritte bekannter Aushängeschilder und schließlich die sukzessive Machtübernahme durch die Parteirechte stoßen in einer bekanntlich überwiegend harmoniebedürftigen Wählerschaft auf Ablehnung.

Der Zoff im Parteivorstand ließ den ehemaligen Industrie-Repräsentanten Hans-Olaf Henkel das Handtuch werfen. Damit steht Vorsitzender Bernd Lucke vorerst ohne namhaften Stellvertreter da. Henkel, der sein Europamandat behielt, will den Rücktritt von der Parteispitze als Warnung vor einer schleichenden Übernahme der AfD durch den rechtsnationalen Flügel um Alexander Gauland aus Brandenburg verstanden wissen. Fast wöchentlich werden neue Streitigkeiten aus den Landesverbänden bekannt. Immer mehr Mitglieder verwechseln Aufsehen mit Ansehen.

Der AfD fehlt es an einer belastbaren Struktur, die frühzeitig Konflikte erkennen und lösen könnte. Parteigründer Lucke gilt als wenig teamfähig, seine Alleingänge stoßen immer wieder auf Kritik in den eigenen Reihen. Luckes Angebot an den CSU-Querkopf Peter Gauweiler, der AfD-Generalsekretär werden sollte, fand weder bei vielen Parteimitgliedern noch bei dem Umworbenen Zustimmung.

Der Absturz in der Wählergunst kommt für die Partei zur Unzeit. Der erstmalige Einzug in die Bremische Bürgerschaft am 10. Mai scheint danach wieder ungewiss. Prognosen im Vorfeld hatten die Partei noch bei fast acht Prozent gesehen. Ob die in Bremen schwächelnde CDU oder die FDP von dem Entzug der Wählergunst profitieren können, wird sich erst am Wahlabend zeigen. Beiden Parteien fehlt es derzeit an Zuspruch.

Trotz Euro-Krise durch den griechischen Zahlungsausfall und möglichem Referendum in England über den Verbleib in der EU, sinken die Werte für die AfD. Das deutet auf einen dramatischen Ansehensverlust hin.


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Lars Reckermann Chefredakteur / Chefredaktion
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