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Höchster Alarm

04.01.2018

Er gehört zu den besonnensten Forschern, die sich von politischer Hektik nicht anstecken und einvernehmen lassen: Christian Pfeiffers Reputation als Kriminologe ist auch international über jeden Zweifel erhaben. Wenn selbst dieser ehemalige Justizminister in Niedersachsen zu einem alarmierenden Befund über die Kriminalitätsrate unter jungen Flüchtlingen kommt, dann handelt es sich nicht um eine populistische Angstkampagne, sondern um äußerst bedrohliche Daten. Mehr als 90 Prozent der in zwei Jahren gestiegenen Gewaltdelikte wie Rohheit, Raub, Körperverletzung und Sexualstraftaten gehen auf das Konto vor allem junger Nordafrikaner. Andere Flüchtlingsgruppen sind unterrepräsentiert.

Dass Bürger angesichts solcher Entwicklungen Angst spüren, verwundert nicht. Zu Recht fordert Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil endlich Taten von Kanzlerin Angela Merkel. Nichts hat Merkel in den letzten Monaten unternommen, um Druck auf die nordafrikanischen Länder auszuüben, ihre kriminellen Staatsbürger zurückzunehmen. Im Polit-Zirkus um Jamaika ist der Kanzlerin der Überblick wohl völlig abhandengekommen.

Natürlich sind alle Studien und Daten in diesen Tagen interessengesteuert. Bei den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU, CSU und SPD wird das brisante Thema Flüchtlinge eine Hauptrolle spielen. Jede Seite munitioniert sich mit Argumenten. Die CSU insbesondere setzt auf Härte und Abschottung. Das SPD-geführte Bundesfamilienministerium wiederum kann auf die Analyse des Kriminologen Christian Pfeiffer verweisen, der sich für mehr Familienzusammenführung ausspricht, damit junge Flüchtlinge in Deutschland weniger kriminell werden. Ob sich dann etwas ändert? Wer hat die nordafrikanischen Straftäter eigentlich in ihrer Jugend erzogen? Die Eltern.

Doch die Hände tatenlos in den Schoß zu legen, wäre eine ebenso falsche Entscheidung. Polizei, Justiz und Jugendämter müssen sich konsequenter um kriminelle Flüchtlinge kümmern, ihnen Grenzen aufzeigen und klar machen, wie unsere Gesellschaft funktioniert.


Den Autor erreichen Sie unter 
Gunars Reichenbachs
Chefkorrespondent
Redaktion Hannover
Tel:
0511/1612315

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