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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Meinung

Kein Zauber

21.01.2019

Nein, diesem Anfang wohnt kein Zauber inne. Wachwechsel bei der CSU, doch von Aufbruch und Begeisterung ist nicht viel zu spüren. Die Ära Horst Seehofer ist vorbei. Jetzt soll es Markus Söder richten. Der neue CSU-Chef erhält bei seiner Wahl gleich einen leichten Dämpfer. Mögen die gut 87 Prozent auch als ordentliches Ergebnis durchgehen, so hätte sich der neue starke Mann der CSU doch mehr erhofft. Ein Traumstart sieht jedenfalls anders aus.

Auf Söder wartet jetzt eine gewaltige Herausforderung. Er muss die Partei zusammenführen, nach der historischen Wahlschlappe und dem Verlust der absoluten Mehrheit wieder aufrichten und gleichzeitig erneuern. Seit mehr als sechs Jahrzehnten regiert die CSU nunmehr den Freistaat Bayern, führt ein Christsozialer als Ministerpräsident das Land. Da haben sich bei der Partei Bequemlichkeit, gefährliche Routine und auch eine Arroganz der Macht breitgemacht. Eine gründliche Analyse des Wahldebakels steht immer noch aus, hat es auch bei der Krönungsmesse für Söder nicht gegeben. Ein „Weiter so“ hilft der CSU aber nicht raus aus der Krise und zurück auf die Erfolgsspur.

Die Erneuerung und Modernisierung, das Durchlüften, das Söder ankündigt, all das ist überfällig. Doch wird dieser Prozess zu einer schwierigen Gratwanderung. Schließlich hat die CSU nach allen Seiten abgegeben, Stimmen an Grüne, AfD und Freie Wähler verloren. Und Söder selbst hatte einen entscheidenden Anteil daran. Gelingt dem neuen Parteichef die Wandlung vom Polarisierer zum Teamplayer und stellt er die Partei wieder breiter auf, hat die CSU die Chance, ihre Talfahrt zu stoppen und wieder stärker zu werden und den Charakter einer Volkspartei zu bewahren.

Die Zeiten der absoluten Mehrheiten dagegen sind einstweilen wohl vorbei.


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Andreas Herholz Korrespondentenbüro Berlin
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