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Fressen sie noch oder futtern sie schon Antibiotika – diese leicht polemische Frage kann man tatsächlich für viele Mastbetriebe in Niedersachsen stellen. Nirgendwo ist der Einsatz von Antibiotika so hoch wie hier und ganz extrem im Nordwesten. Tonnen an Medikamenten landen jährlich in den Trögen der Tiere – und am Ende der Kette beim Menschen. Dass Landwirtschaftsminister Meyer diesem Treiben ein Ende setzen will, ist nur richtig. Die Niederlande zeigen, wie man mit entschlossenem Handeln den Antibiotika-Einsatz um die Hälfte senken kann.

Meyer verfolgt eine klare Linie: Das oberste Viertel der Betriebe mit dem größten Antibiotika-Einsatz muss einen regelrechten Therapieplan vorlegen. Ziel des Agrarministers: Schlechte Betriebe sollen von den besseren lernen. Das greift allmählich. Denn auch immer mehr Mäster fragen sich, warum ihre Tiere krank sind und andere nicht. Medikamente kosten Geld. Antibiotika dürfen nicht zur Kaschierung schlechter Haltungsbedingungen eingesetzt werden. Damit muss Schluss ein. Endgültig.


Den Autor erreichen Sie unter 
Gunars Reichenbachs
Chefkorrespondent
Redaktion Hannover
Tel:
0511/1612315

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