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Nachdem man uns schon die Osterfeuer verboten hat und das Rauchen in den Kneipen, wird jetzt in Ermangelung weiterer Streit- und Verbotsobjekte von einigen Barbaren und Banausen die deutschsprachige Lyrik entdeckt. Und das in der deutschen Hauptstadt Berlin, die man angesichts der neuen Denkweise in Kleinkleckersdorf umbenennen sollte.

Ein Gedicht des hochgeehrten Eugen Gomringer wegen angeblich frauenfeindlicher Haltung verbieten zu wollen grenzt an vollkommene Lächerlichkeit. Wenn es wenigstens den erklärten Macho Wolf Wondratschek träfe! Wenn schon, denn schon: Wer mit Säuberungen der Literatur beginnt, sollte gründlich sein und unbedingt Kantonisten wie Schiller, Goethe oder Heine ins Auge fassen, weil die doch mindestens einmal in ihrem Werk Frauen schlimmerweise als Musen verehrt oder gar mit Blumen verglichen haben. Da müsste eine strenge EU-Norm her, die jede Anzüglichkeit in Gedichten unter schwerste Strafe stellt.


Den Autor erreichen Sie unter 
Dr. Reinhard Tschapke
Redaktionsleitung
Kulturredaktion
Tel:
0441 9988 2060

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