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Rentenerhöhung: Mager

21.03.2013

Mehr als drei Prozent im Osten, nur ein viertel Prozent im Westen: Auf den ersten Blick fällt die Rentenerhöhung ungerecht aus. Scheinbar kommt die ältere Generation in den neuen Ländern besser weg als die in den alten.

Auf den zweiten Blick sieht die Sache anders aus: In diesem Jahr müssen sich Arbeitnehmer in den neuen Bundesländern nach ihrem Berufsleben weiterhin mit weniger Geld begnügen als die in den alten. Für die gleiche Leistung erhält ein Rentner im Osten nur gut 91 Prozent dessen, was ein Altersgenosse in den alten Ländern bezieht. Für Rentner im Westen gibt es deshalb keinen Grund, neidisch auf den Osten zu sein.

Seit vielen Jahren schmilzt der Abstand zwischen Ost- und Westrenten – und das ist auch gut so. Denn das Rentenniveau muss bundesweit einheitlich werden. Und die Erhöhung in diesem Jahr ist ein weiterer Schritt, Ungleichheiten zu beseitigen. Würden die Bezüge bundesweit einheitlich steigen, würde die Ungerechtigkeit zementiert.

Mehr als auf die Unterschiede zwischen Ost und West sollten Arbeitnehmer allerdings auf das Niveau ihrer künftigen Rentenbezüge schauen. Für die Versorgung im Alter kommt es zwar darauf an, um wie viel Prozent die Renten steigen. Die wichtigere Frage aber lautet: Welche Vorsorge müssen Berufstätige treffen, um ihren Lebensabend finanziell abzusichern – im Osten wie im Westen.

Nach wie vor tun sich viele Deutsche schwer mit privater Altersvorsorge. Das ist das eigentliche Problem der Rentenpolitik. Trotz zahlreicher Appelle gelingt es nicht, in breiten Bevölkerungskreisen ein Bewusstsein für die Eigenverantwortung zu wecken. Die Politik ist daran nicht unschuldig. Es war schon ziemlich dreist, so komplizierte und verbraucherfeindliche Angebote wie die Riester-Rente auf den Markt zu bringen. Klar, dass dieses misslungene Produkt keine Erfolgsgeschichte geschrieben hat.

Dass viele Rentner im Westen enttäuscht sind über die magere Erhöhung in diesem Jahr, ist verständlich. Die Rentner im Osten sind allerdings denkbar schlecht als Blitzableiter geeignet. Verantwortlich für die Probleme ist eine Politik, die den Anstieg der Renten abgebremst, sich aber nicht wirklich um einen Ausgleich gekümmert hat.

Christoph Kiefer Chefreporter / Reportage-Redaktion
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