• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Meinung

Mehr abwägen

18.04.2018

Mit dem Urteil zum kirchlichen Arbeitsrecht fühlen sich sowohl die Kirchen als auch die Arbeitnehmer-Vertreter bestätigt. Das ist gar nicht so kurios, wie es sich auf den ersten Blick anfühlt. Das Urteil aus Luxemburg stellt fest, dass dem Staat nicht zusteht, den Ethos der Kirchen vorzuschreiben. Ihr Selbstverständnis können die Religionsgemeinschaften selbst definieren. Punkt für die Kirchen. Was die Richter freilich auch entschieden haben: Nicht für jede von einer kirchlichen Einrichtung ausgeschriebenen Stelle darf eine Konfessionszugehörigkeit verlangt werden. Kirchliche Arbeitgeber dürfen für Tätigkeiten, die als „verkündungsfern“ gelten, nur nach Qualifikation und Eignung entscheiden. Punkt für die Arbeitnehmerrechte, im Grunde sogar zwei. In der Tat fragt man sich, ob in der Altenpflege – und Diakonie und Caritas sind große Träger dieser Einrichtungen – eine Konfessionszugehörigkeit entscheidend ist. In der Diaspora ist ohnehin Praxis, dass Ausnahmen von den Einstellungskriterien möglich sind, wenn geeignete Bewerber anders nicht zu bekommen sind – zum Beispiel in Kindertagesstätten oder Krankenhäusern. Die Kirchen müssen jetzt nur mehr abwägen beim Einstellungsgespräch.

Hans Begerow
Leitung
Politik/Region
Tel:
0441 9988 2091
Keine Freiartikel mehr in diesem Monat.

Jetzt weiterlesen:

nur 1,- € im 1. Monat

danach 7,90 € & mtl. kündbar

Jetzt anmelden

Noch nicht registriert?

Als Abonnent der Nordwest-Zeitung und des NWZ-ePapers haben Sie den vollen Zugriff nach einmaliger Freischaltung bereits inklusive!

Haben Sie Fragen? Wir helfen Ihnen gerne!
Rufen Sie uns an unter 0441 - 9988 3333, schreiben Sie uns eine E-Mail an leserservice@NWZmedien.de oder schauen Sie in unsere Hilfe.

Weitere exklusive Plus-Artikel