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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Meinung

Mehr Kontrollen

08.11.2018

Die verheerenden Vorgänge in Bad Iburg und jetzt auch noch die Vorwürfe gegen einen Oldenburger Schlachthof: Beides wäre vermutlich nicht (so schnell) ans Tageslicht gekommen, wenn nicht Tierschützer die Skandale aufgedeckt hätten. Die Aktivisten haben die Ermittlungen erst ins Rollen gebracht. Und genau da liegt das Problem: Tierschützer machen die Arbeit, die wir eigentlich von staatlichen Kontrollinstanzen erwarten. Das Videomaterial der Tierschützer macht nicht nur eklatante Verstöße in den Schlachthöfen deutlich, sondern es zeigt gleichzeitig auch ein dramatisches Behördenversagen bis hin dazu, dass Kontrolleure in einigen Fällen sogar lieber wegschauten statt einzugreifen und dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten.

Doch all das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Aufnahmen der Tierschützer illegal entstanden sind. Bei allem gut gemeinten Engagement fürs Tierwohl werden hier im wahrsten Sinne Grenzen überschritten, um Missstände aufzudecken. Ob diesen Vereinen nun, wie von der FDP gefordert, der steuerliche Vorteil der Gemeinnützigkeit entzogen werden sollte, ist eher zweitrangig. Viel wichtiger ist es, die staatlichen Kontrollbehörden personell so auszustatten, dass jeder Schlachthof und jeder landwirtschaftliche Betrieb jederzeit damit rechnen muss, genau unter die Lupe genommen zu werden. Überdies ist es zwingend erforderlich, auf Schlachthöfen verbindlich ein Kamerasystem anzuordnen. Der Staat darf den Tierschutz nicht illegal agierenden Aktivisten überlassen, sondern muss das Zepter viel stärker selbst in die Hand nehmen.


Den Autor erreichen Sie unter 
Lars Laue
Korrespondent
Redaktion Hannover
Tel:
0511/1612315

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