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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Meinung

Nabelschau

23.03.2019

D

ie EU präsentiert sich in grausigem Zustand. Einig ist man sich zwar, an den Briten ein Exempel zu statuieren, um potenziell abtrünnigen Staaten solche Gelüste auszutreiben. In der wichtigeren Frage des Verhältnisses zu China hingegen gibt sich so mancher EU-Grande Träumereien hin. Es ist verheerend, diese lächelnde aber aggressive Weltmacht als ganz normale Marktwirtschaft zu behandeln, die auch nur ein bisschen mit westlicher Demokratie kompatibel ist.

Peking interessiert nur das Wohlergehen Chinas. Das zeigt die Einflusspolitik in Afrika. Das zeigt die Wirtschaftspolitik, die auf optimale Positionierung der eigenen Exportwirtschaft und restriktiven Marktzugang für Ausländer hinausläuft. Und das zeigt nicht zuletzt die Energiepolitik Pekings. Während die Chinesen in den internationalen Organisationen Kreide gefressen zu haben scheinen und so auch Westeuropa in der Einschätzung bestärken, man könne sich im Namen des „Klimaschutzes“ folgenlos selbst deindustrialisieren, verfolgen sie selbst gnadenlos eine Strategie der Energieautarkie. In Afrika bringt Peking Uran-Vorkommen unter seine Kontrolle. Elektromobilität wird im eigenen Land gefördert, weil China selbst jede Menge Kohle zur Verstromung hat, Öl aber importiert werden muss. So werden also massiv neue Kohlekraftwerke gebaut. 260 Gigawatt sind neu geplant. Die etwa 150 Kohlekraftwerke in Deutschland leisten 45 Gigawatt. China nimmt also, was es bekommen kann.

Unterdessen erliegt das erste EU-Land dem chinesischen Sirenengesang. Italien will bei Pekings wirtschaftlichem Hegemonie-Programm, der „Neuen Seidenstraße“ mittun. Als ein Juniorpartner erhofft sich Rom Vorteile. In Peking dürften sich die Partei-Bonzen die Bäuche vor Lachen halten, wenn sie beobachten, wie Bestrafung der unbotmäßigen Briten und apokalyptische Klima-Panik die Europäer davon abhält, eine auf Samtpfoten daherkommende, brandgefährliche Bedrohung ihres Wohlstandes abzuwehren.


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Dr. Alexander Will Leiter Newsdesk / Politikredaktion
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