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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Meinung

Nachvollziehbar

15.02.2019

Was in den vergangenen Wochen bereits absehbar war, ist nun Gewissheit. Airbus stoppt die Produktion seines Großraumflugzeugs A 380. Das ist ein nachvollziehbarer Schritt, denn die Tendenz am Flugmarkt geht seit einigen Jahren eher in Richtung mittelgroße Jets mit zwei leistungsstarken Triebwerken, die auch zunehmend langstreckenfähig sind. Das bietet den Airlines einige Vorteile. Sie lassen lieber zwei kleinere Flugzeuge, die voll besetzt sind, fliegen, als einen Giganten mit vier Triebwerken wie die A 380, der noch Kapazitäten an Bord frei hat. Außerdem können größere Jets nicht überall landen.

Das Sterben auf Raten der A 380 kommt für Airbus nicht überraschend. Zuletzt hatte nur noch Emirates mit seinen Bestellungen den Flieger in der Luft gehalten, mehrere Abbestellungen – unter anderem von Qantas – gaben nun offenbar den Ausschlag. Der Konzern hatte aber genug Zeit, um auf diese Entwicklung zu reagieren. In der Region – am Airbus-Standort in Bremen, wo die Landeklappen der A 380 montiert werden, sowie bei den Zulieferern Premium Aerotec in Nordenham und in Varel dürften die Auswirkungen nur gering sein. Die Auftragslage ist dort gut, die A 380 machte ohnehin nur noch einen kleinen Teil des Gesamtpakets aus. Selbst die Gewerkschaft äußerte Verständnis. Zwar sei es schade um den schönen Flieger, aber die Entscheidung des Vorstandes sei nachvollziehbar, hieß es vonseiten der IG Metall Küste.

Es ist besser, sich von einem Ladenhüter zu trennen, statt ihn mit hohen Kosten verbunden am Leben zu halten. Und die Auftragslage an den norddeutschen Standorten ist durch die A 320, A 330 und A 350 sehr gut. Bleibt zu hoffen, dass auch für die vom Aus der A 380 betroffenen Beschäftigten eine vernünftige Lösung gefunden wird – und sei es der Wechsel an einen anderen Standort.


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Sabrina Wendt Redakteurin / Wirtschaftsredaktion
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