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Doping in Westdeutschland: Offenlegen

05.08.2013

Das Sprengpotenzial muss gewaltig sein. Nur so lässt sich erklären, warum das Innenministerium den Abschlussbericht über die Doping-Praktiken in der alten Bundesrepublik noch nicht veröffentlichte. Schlimmste Befürchtungen machen die Runde. Die Studie der Berliner Humboldt-Universität hat längst zu Tage gefördert, dass es in der Zeit des Kalten Krieges auch im Westen Deutschlands systematisches Doping gab. Vielleicht nicht ganz so perfide wie in der DDR, aber eben doch im großen Stil.

Heute nun scheint sicher zu sein: Die Politik duldete nicht nur den Sportbetrug, sie förderte ihn sogar. Geforscht wurde nach Anabolika und Östrogenen oder dem Einsatz des Blutdopings. Die mit Steuergeldern finanzierten Praktiken kamen auch bei Minderjährigen zum Einsatz.

Darum sollten wir uns hüten, eine moralische Scheinheiligkeit zur Schau zu tragen, wenn es um Doping in der DDR geht. So bleibt nur die Forderung nach grundlegender Aufdeckung. Das Verschweigen und Zurückhalten von Fakten prägt die Geschichte des Sports. Viel zu oft schon wurde der richtige Zeitpunkt der Offenlegung verpasst.

Otto-Ulrich Bals Autor
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