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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Meinung

Ramponierter Ruf

15.04.2019

Der Verdacht wiegt schwer. Der Autobauer Daimler soll in der Diesel-Affäre einfach weiter getrickst und mit einer Software Zehntausende Fahrzeuge manipuliert haben. Ausgerechnet Daimler, der Konzern, der weltweit als Aushängeschild der deutschen Automobilwirtschaft galt.

Als die Konkurrenz anfangs in den Sog der Abgasaffäre geraten war, hatte Vorstandschef Dieter Zetsche damals noch mit Abscheu und Empörung jeden Verdacht zurückgewiesen und versichert, dass sich das Unternehmen mit dem Stern grundsätzlich an die gesetzlichen Vorgaben bei den Abgaswerten halte und keine Manipulationen an seinen Fahrzeugen vorgenommen habe.

Inzwischen ist klar, dass auch Daimler manipuliert hat und in den Diesel-Skandal tiefer verstrickt ist als zunächst gedacht. Warum der frühere Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt nicht viel früher auch beim Mercedes-Konzern genau hingeschaut hat, bleibt ein Rätsel. Und warum die neuerlichen Tricksereien nicht früher entdeckt und bekannt wurden, sollte Dobrindts Nachfolger im Amt, Andreas Scheuer, erklären. Auch wenn Daimler in kein solch gewaltiges Diesel-Gate wie Volkswagen verstrickt sein mag, so sind die Folgen des Betrugs erheblich, der womöglich noch im Nachhinein vertuscht werden sollte.

Rückrufaktionen, Imageschaden, Klagewelle und empfindliche Strafen – nicht nur der Ruf des Diesels, auch der von Daimler wird ramponiert. Es ist das nächste Kapitel in der nicht enden wollenden Diesel-Affäre.

Für Daimler kommt der Verdacht angesichts des anstehenden Führungswechsels denkbar ungünstig. Und es stellt sich die Frage, was der designierte neue Konzernchef Ola Källenius davon wusste.


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Andreas Herholz Korrespondentenbüro Berlin
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