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Es ist ein wohltuender Streit, der da zwischen der niedersächsischen Kultusministerin Gabriele Heinen-Kljajic und dem Deutschen Hochschulverband ausgebrochen ist. Die Ministerin will die Anzahl Doktoranden pro Professor deckeln, um Plagiate zu verhindern und die Qualität der Arbeiten zu verbessern. Gut so!

Es ist nämlich völlig unmöglich, gleichzeitig bis zu zehn Promovenden zu betreuen, dabei den Überblick zu behalten, den jungen Forschern gerecht zu werden und auch noch wissenschaftliche Qualität zu sichern. Die Unsitte, Doktoren wie am Fließband zu produzieren, greift allerdings an deutschen Unis immer weiter um sich. Da sind etwa jede Menge Drittmittelprojekte, für die schon mal ein Dutzend Doktorandenstellen auf einmal ausgeschrieben werden. So genannte Graduiertenschulen treiben das Prinzip auf die Spitze – hier ist die Massenproduktion von Doktoren Programm. Solche Fehlanreize schaffen Masse, aber keine Klasse. Die Universitäten waren bisher unfähig, das Problem zu lösen. Die Politik kann das vielleicht besser.


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