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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Meinung

Schwarzer Tag

28.11.2018

Die Planer der Küstenautobahn A 20 in Schleswig-Holstein haben schlechte Arbeit verrichtet. Die Quittung haben sie am Dienstag bekommen. Das Bundesverwaltungsgericht hat einen Abschnitt in Schleswig-Holstein wegen Umweltschutzbedenken nicht genehmigt. Das ist ein schwerer Rückschlag für das Vorhaben, das den Norden eigentlich wirtschaftlich voranbringen sollte. Der vom Gericht gestoppte Abschnitt in Schleswig-Holstein ist ja nur einer in der geplanten Ost-West-Verbindung, der Ostfriesland und den Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven mit Hamburg und den Ostseehäfen verbinden soll.

Das Gericht hat deutlich gemacht, dass die Bedenken von Bürgern gegen Großvorhaben ernst genommen und vernünftig abgewogen werden müssen. Betroffene müssen die Gewissheit haben, dass ihre Einwände gehört und wenn möglich berücksichtigt werden. Gleichwohl muss in einem Genehmigungsverfahren auch das Allgemeinwohl berücksichtigt werden. Man könnte fragen, warum die Bürger entlang der Autobahn 1 die gesamte Verkehrsbelastung tragen müssen, wenn man durch einen Autobahnneubau die Verkehre geografisch günstiger und effektiver verteilen kann. Für die strukturschwachen Gemeinden entlang der Küstenautobahn und die kleineren Häfen ergeben sich wirtschaftliche Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten. Das gehört auch zur Abwägung dazu. Auf niedersächsischer Seite ist das Planverfahren im Gang, der erste Abschnitt zwischen Westerstede und Jaderberg genehmigt (wogegen einige Klagen anhängig sind). Das Planverfahren wird fortgesetzt, hat aber einen politischen Dämpfer bekommen, weil Infrastruktur-Großvorhaben in Deutschland zu langwierig geworden sind.


Den Autor erreichen Sie unter 
Hans Begerow
Leitung
Politik/Region
Tel:
0441 9988 2091

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