• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Meinung

Selbst schuld?!

05.01.2019

Es ist wieder passiert. Tausende zum Teil sensible Daten von Politikern sind im Netz gelandet, genauer: auf einem mittlerweile gesperrten Twitter-Account mit zuletzt rund 17 000 Anhängern. Der neuerliche Angriff auf deutsche Politiker unterscheidet sich allerdings von denen im Jahr 2015 und Ende 2016, als russische Hacker in das Datennetzwerk des Bundes eindrangen. Denn im aktuellen Fall sind nicht nur Politiker, sondern auch Prominente wie der Schauspieler Til Schweiger oder auch Künstler und Journalisten wie Jan Böhmermann (Neo Magazin Royal) betroffen. Klar ist bereits, dass einige der geklauten Informationen teils veraltet sind. Fest steht zudem, dass Abgeordnete sämtlicher Parteien angegriffen wurden – mit Ausnahme von AfD-Politikern. Nur ein Zufall? Mit welcher Intention die Daten tatsächlich veröffentlicht wurden, muss nun geklärt werden.

Die Hacker haben offenbar die verletzliche Seite des Internets brutal ausgenutzt, denn die Daten stammen aus verschiedenen älteren Angriffen, und nicht aus einem einzelnen großen. Daher wäre es falsch und heuchlerisch, mit dem Finger auf die betroffenen Politiker und Promis zu zeigen.

Fragen Sie sich doch einmal selbst: Wann haben sie zuletzt Links geöffnet, von denen sie nicht wussten, was dahinter steckt? Oder: Haben Sie nicht neulich einer neuen App auf Ihrem Smartphone den Zugriff auf Ihr Adressbuch genehmigt? Und diese Spiele auf Facebook, bei denen man nach der Beantwortung einiger sehr persönlicher Fragen erfährt, wie alt man wird, finden Sie total lustig? Dass dahinter oft Kriminelle stecken – das gilt übrigens auch für angebliche Gewinnspiele von Lufthansa und Co., die über verblüffend echt aussende Facebook-Profile beworben werden –, ist vielen Menschen überhaupt nicht bewusst.

Dass mit den Daten ganze Identitäten gestohlen und für unangenehme Zwecke (Stichwort Kreditkartenbetrug) genutzt werden können, wissen viele erst recht nicht. Nicht nur die Abdeckung des 5G-Netzes „bis zur Milchkanne“ sollte in der Öffentlichkeit diskutiert werden, es bedarf auch dringend mehr Aufklärung und Sensibilisierung in Sachen Internetsicherheit – und zwar in der gesamten Bevölkerung.


Den Autor erreichen Sie unter 
Christian Ahlers Redakteur / Online-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2159
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.