• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 

Die Kanzlerin reist durch Westafrika, erst Senegal, dann Ghana, zum Abschluss Nigeria. Während daheim die Ausschreitungen in Chemnitz und das Anti-Islam-Buch von Thilo Sarrazin die Flüchtlingspolitik wieder in den Brennpunkt rücken, kümmert sich Angela Merkel südlich der Sahara um Fluchtursachenbekämpfung und den Kampf gegen Schleuserbanden und illegale Migration.

Es ist gut, dass sich die Regierungschefin aufgemacht hat und zeigt, dass ihr die Entwicklung des Kontinents am Herzen liegt. Reformländer wie Ghana haben sich Anerkennung verdient, müssen als Stabilitätsanker unterstützt werden. Doch darf es nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben. Wirtschaftliche Entwicklung ist entscheidend, um die Demokratien zu stärken und die Fluchtbewegungen einzudämmen. Der Compact for Afrika der G20-Staaten hat bislang jedoch kaum Wirkung entfaltet.

Das liegt nicht zuletzt an deutschen Firmen. Chinesen, Inder, Japaner, Amerikaner und Türken liefern sich längst einen Investitionswettlauf in den ressourcenreichen und einigermaßen stabilen Ländern.

Die Bundesregierung muss durch Investitionsgarantien mehr tun, um das Engagement der hiesigen Unternehmen anzutreiben. Das ist im deutschen und im afrikanischen Interesse und der bessere Weg, als mehr Geld für Entwicklungshilfe nach Afrika zu pumpen.

Kaum Fortschritte gibt es dabei, legale Einwanderungsmöglichkeiten zu schaffen und so die illegale Migration zu verringern. Dafür stehen die Herkunftsländer in der Verantwortung. Solange sie nicht garantieren, dass sie im Gegenzug konsequenter gegen Schleuser vorgehen und diejenigen Flüchtlinge aus Deutschland zurücknehmen, die kein Bleiberecht haben, muss Berlin hier auf der Bremse bleiben.


Den Autor erreichen Sie unter 
Tobias Schmidt
Korrespondentenbüro Berlin
Tel:
0441 9988 2018

Weitere Nachrichten:

G20 | Bundesregierung

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.